Im März 2007 wurde die Fachsektion Vulkan Vogelsberg der
Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft e.V. ins Leben gerufen. Gut 200
Vulkaninteressierte waren zur Gründungsversammlung nach Grebenhain gekommen
und nicht wenige erklärten noch am gleichen Abend schriftlich ihre
Mitgliedschaft.

Von links: Landrat Marx
(Vogelsberg), Gerold Beckmann (neuer Leiter der Sektion), Bürgermeisterin Schaab (Schotten),
Landrat Berg-Winters (Mayen-Koblenz; Vorsitzender der DVG), Rolf
Frischmuth
(Geschäftsführer Naturpark Hoher Vogelsberg), Heinz Lempertz (ehem. Geschäftsführer der DVG)
und Eyke Michael (Vulkanparkführer Mendig).
Schon ein Jahr
nach der Gründung der Fachsektion wurden über 100 Mitglieder verzeichnet ...
und das Interesse am Thema Vulkan ist ungebrochen. Zu Recht: die meisten
Mitglieder der Fachsektion erleben den Vulkan Vogelsberg schließlich jeden
Tag. Die malerische Mittelgebirgslandschaft birgt zahlreiche Schönheiten,
auch im Bereich der Geologie und der damit verwandten Themen. Hier setzt die
zukünftige Arbeit der Fachsektion an. Die verborgenen Schätze des Vogelsberg
sollen aufgespürt und erlebbar gemacht werden.
In Kooperation
mit dem DVG-Gesamtverein, der wissenschaftlichen Forschung, dem Naturpark
Hoher Vogelsberg und den touristischen Einrichtungen der Region möchte die
Fachsektion Vogelsberg als Initiator und Motivator für Maßnahmen, welche die
vulkanbezogene Infrastruktur der gesamten Vogelsbergregion betreffen,
auftreten. Den Mitgliedern der Fachsektion wird dabei die Möglichkeit zur
aktiven Mitarbeit geboten. Zu diesem Zweck wurden bislang zwei
Projektarbeitsgruppen gegründet, die sich mit den Themen Geotope und
Kulturgeschichte & Archäologie befassen. Um ein breiteres Publikum zu
erreichen und die Vulkan-Thematik umfassend aufzuarbeiten wurden 2008 unter
dem Dach der Fachsektion 25 Vulkanführer ausgebildet, die künftig spezielle
Gästeführungen und Exkursionen zu vulkanbezogenen Themen durchführen
werden.
Weiteres großes
Ziel der Fachsektion ist die Mitarbeit bei der Errichtung eines neuen
Besucherzentrums, derzeit mit dem Arbeitstitel "Vulkaneum" bedacht. Bereits
in ein fortgeschrittenes Stadium eingetreten sind die Planungen zur
Fortsetzung der Deutschen Vulkanstraße von der Eifel in und durch den
Vogelsberg.
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2008
Aus Anlass
ihres einjährigen Bestehens konnte die Fachsektion am 19. Juni 2008 zu ihrer
2. ordentlichen Mitgliederversammlung einladen. Zum Auftakt dieser
Veranstaltung in der Fortbildungsstätte von HESSEN-FORST in Schotten hielt
einer der weltweit bekanntesten Vulkanologen, Professor Dr. Hans-Ulrich
Schmincke, einen beachtenswerten Filmvortrag unter der Überschrift
„Vulkaneruptionen – Vulkangefahren – Vulkankatastrophen“. Zirka 60 Zuhörer
erlebten einen lebendigen Vortrag, in dem der Referent und Buchautor
zunächst auf die Entstehung und Funktionsweise von Vulkanen einging und die
Gefahren, die von Vulkanausbrüchen ausgehen, beleuchtete.
Im Anschluss an
den Jubiläumsvortrag konnte der Leiter der Fachsektion, Gerold Beckmann
(Grebenhain) zahlreiche Mitglieder zur Jahreshauptversammlung begrüßen. In
seinem Geschäftsbericht ging Beckmann auf die Aktivitäten in den
zurückliegenden 12 Monaten ein. Es folgte der Finanzbericht des stellv.
Leiters der Fachsektion, Erhard Müth, der auch die Planungen für das
Restjahr 2008 erläuterte. Weitere Berichte erteilten Dr. Angela Metzner
(Schotten-Busenborn) als Leiterin der Arbeitsgruppe „Kulturgeschichte und
Archäologie“. Ins Leben gerufen wurde eine weitere Arbeitsgruppe für den
Bereich „Geotope“, die sich mit der Analyse und Beschreibung der in der
Region zahlreich vorhandenen Geotope beschäftigen soll. Als deren Leiterin
wurde Kerstin Bär (Nidda) berufen. Daran anschließend erfolgten Grußworte
der Bürgermeisterin Susanne Schaab (Schotten) und Eyke Michael als
Vertreter des DVG-Gesamtvereins in Mendig/Eifel.
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2009
Auf eine
erfolgreiche zweijährige Existenz konnte die Fachsektion im Jahr 2009 zurück
blicken. Die gut besuchte Mitgliederversammlung fand in diesem Jahr in
Herbstein statt. Auf einen begleitenden Vortrag hatte man zugunsten einer
gemütlichen Feier im Außenbereich des Kolping-Feriendorf verzichtet.
Nach der Begrüßung der Mitglieder, dem Herbsteiner Bürgermeister und Gästen
aus der Eifel ging Sektions-Leiter Gerold Beckmann in seinem Bericht, der
die Versammlung einleitete, zunächst auf die erfreuliche Entwicklung der
Mitgliederzahlen und die verschiedenen Aktivitäten der Fachsektion ein.
Inzwischen sind 114 Mitglieder zu verzeichnen, von denen sich viele bei
Veranstaltungen in dem dunkelroten DVG-Shirt zu erkennen geben. Die Aktiven
der Sektion bzw. Mitglieder des Leitungsteam waren u.a. im Nov. 2008 auf der
Herbstmesse in Alsfeld präsent, nahmen am Regionalforum Oberhessen in
Ortenberg teil, organisierten in Nidda einen Workshop zur Erweiterung der
Deutschen Vulkanstraße und führten verschiedene Exkursionen durch. Im März
2009 war die Teilnahme am Wettbewerb "Mein Verein in hr4" ein
bemerkenswertes Highlight.
Es folgten Berichte von K. Bär zu den Exkursionen der Arbeitsgruppen, die
zumeist gemeinsam stattfinden und gut besucht werden, sowie von E. Müth zum
Finanzstatus. Nach einer kurzen Aussprache der Mitglieder, der Bestätigung
der Mitglieder des Leitungsteam und der Verteilung der Jahresgaben der DVG
folgte der gemütliche Teil - der Verzehr von Vogelsberger "vulkanischen"
Köstlichkeiten vom Grill.
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2010
Drei
erfolgreiche Jahre konnte die Fachsektion im Sommer 2010 anlässlich der
alljährlichen Mitgliederversammlung verzeichnen. Ort des Treffens war in
diesem Jahr Nidda-Michelnau, wo zunächst im Bürgerhaus das Pflichtprogramm
und in Anschluss eine gutgelaunte Feier im Bereich des Steinbruch Michelnau
stattfand.
Sektionsleiter Gerold Beckmann begrüßte zunächst die anwesenden Mitglieder,
Bürgermeister Seum, die Mitglieder des Verein Freunde des Steinbruch
Michelnau sowie die Gäste aus der Eifel und Pressevertreter. Seinem
Tätigkeitsbericht waren die vielen Veranstaltungen zu entnehmen, welche die
Sektion angeboten hatte und an denen ihre Mitglieder teilnahmen. Dazu
gehörten diverse Exkursionen der AG´s, Touren der Vulkanführer und Ausflüge
befreundeter Gesellschaften mit geologischem Schwerpunkt. Einige der
Höhepunkte waren hier die Teilnahme am Steinbruchfest in Langd, am
Kartoffelfest in Eichelsachsen sowie der Besuch des Kunstturm Mücke. Viel
Arbeit steckten zudem einige Mitglieder des Leitungsteams in die
Fertigstellung des Entwicklungskonzept Vulkan Vogelsberg und das Konzept zur
Erhaltung und Entwicklung des Steinbruch Michelnau - doch die Mühe lohnte
sich: die Stadt Nidda erwarb den Steinbruch Michelnau und damit ein
geologisches Kleinod von europäischer Bedeutung. Des weiteren arbeitete die
Fachsektion an der Verlängerung der Deutschen Vulkanstraße von der Eifel in
den Vogelsberg und der Entwicklung eines Geopark in der Vulkanregion
Vogelsberg.
Es folgt ein kurzer Bericht von E. Müth über den Finanzstatus, die
Überreichung einer Stele aus Michelnauer Stein an die Stadt Nidda sowie die
Entlastung / Neuwahl des Sektionsvorstandes.
Abschluss der Veranstaltung war ein kurzer Fußmarsch in den beeindruckenden
Steinbruch Michelnau, der unter fachkundiger Leitung besichtigt werden
konnte, bevor die finale Feier begann.
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Die Mitglieder des Leitungs-Teams: (Stand Nov. 2010)
Gerold Beckmann
(Grebenhain) - Sektionsleiter
Erhard Müth (Gedern) - stellv. Sektionsleiter
Kerstin Bär (Nidda) - Leitung AG I
Dr. Angela Metzner (Schotten) - Leitung AG II u. Schriftführerin
Peter Rudel (Friedberg) - Vertreter des Wetteraukreis
Hartmut Greb (Lauterbach) - Vertreter des Vogelsbergkreis
Bernd-Uwe Domes (Gedern) - Regionalmanagement Oberhessen
Rolf Frischmuth (Schotten) - Naturpark Hoher Vogelsberg
Uta Nebe (Laubach) - Region Vogelsberg Touristik