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    Aktivitäten der Fachsektion Vulkan Vogelsberg:

Ausstellung zum Tertiär in Hanau

Im Herbst 2012 unterstützte die DVG-Fachsektion die Einrichtung der Ausstellung „Tertiär – das bunte, bewegte Zeitalter“ im Deutsche Goldschmiedehaus Hanau. Im Goldsaal sind dort seit Sonntag, dem 18.11.2012 und noch
bis zum 10.01.2013 verschiedenste Aspekte zu entdecken, die mit der erdgeschichtlichen Epoche des Tertiärs zusammenhängen. Diese Periode endete erst mit Beginn der Eiszeiten. Sie hinterließ verschiedene Rohstoffe,
die zum Teil bereits in der Vor- und Frühgeschichte genutzt wurden, aber auch wahre Kunstwerke, die wie von unterschiedlichsten Künstlern und Handwerkern geschaffen wirken. Daneben finden sich auch Zeugnisse einer Lebewelt, die unserer schon ähnelte, aber von warmem Klima und Meereseinbrüchen geprägt war, bevor reger Vulkanismus einsetzte.

Die Wetterauische Gesellschaft, die die Ausstellung gestaltet hat, konnte eine ganze Reihe von Leihgebern für
ihre Idee gewinnen, das Tertiär in seiner ganzen Vielfalt darzustellen. Einen bedeutenden Anteil hat Lothar Keil vom Sandrosenmuseum Büdingen mit wunderbaren natürlichen Skulpturen aus verkieselten Sandsteinen, Farbsanden und Sandrosen dazu beigetragen. Beispielhaft erwähnt sei auch Wolfgang Ott von Arbeitskreis
Paläo-Geo e.V., der  eine große Zahl von Fossilien aus verschiedenen Formationen beisteuerte. Die Deutsche Vulkanologische Gesellschaft Sektion Vogelsberg beteiligte sich mit unterschiedlichen vulkanischen Fundstücken, wie Lava und Tuff und eindrucksvollen Bannern. Das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie gestaltete verschiedene Poster und stellte unter anderem Stücke der Bad Salzhäuser Blätterkohle zur Verfügung.

Im Zusammenhang mit der Ausstellung finden auch mehrere Vorträge statt. Der erste der Reihe wird am
03.12.2012 von Prof. Dr. Peter Prinz-Grimm gehalten und gibt einen Überblick über das Tertiär.

Der Begleitband zur Ausstellung mit einem Umfang von 243 Seiten umfasst Beiträge zu verschiedenen Zeitabschnitten und Aspekten des Tertiärs und ist im Goldschmiedehaus Hanau erhältlich. Bei Interesse
können auch Führungen durch die Ausstellung gebucht werden.

Der Flyer zur Ausstellung steht hier als Download zur Verfügung (pdf).

 

Steinbruch Michelnau

Die DVG Sektion Vogelsberg unterstützte im Frühling 2010 die Initiative zur Gründung eines Vereins, der sich um den Steinbruch Michelnau kümmern wird.

Hier sieht man, dass auch ein kleiner Steinbruch dem Vogelsberg helfen kann, sich als Vulkangebiet touristisch zu profilieren.

Vor ca. 15 Mio. Jahren gab es bei Nidda-Michelnau einen eifrig spuckenden Schlackenvulkan, der große Mengen heißer Lavafetzen auswarf.   Heute findet man dort ein rotes, porenreiches Gestein, mit solch charakteristischer Farbe und Struktur, dass es überall wieder zu erkennen ist. Viele Jahrzehnte wurde dieses Gestein abgebaut und für Backöfen, Skulpturen und Fassadenplatten verwendet, da es sich im Gegensatz zu dem weit verbreiteten Basalt gut bearbeiten lässt.

Dass der Steinbruch etwas Besonderes ist, war schon lange bekannt. Aber in den letzten Jahren ist er immer mehr zugewachsen und die Kulturgüter waren dem Verfall preisgegeben. Solange das Grundstück in Privatbesitz war, konnte allerdings vor Ort niemand eingreifen. Jetzt, nachdem die Stadt Nidda Eigentümerin geworden ist, lässt sich der Steinbruch als Geotop, Lebensraum und Kulturdenkmal erhalten und entwickeln.

Im Vorfeld des Kaufs hatte die DVG Sektion ein Konzept erstellt, das den Bestand und die Entwicklungspotentiale ausführlich beschreibt. Nun werden viele Unterstützerinnen und Unterstützer gebraucht, die mit anpacken bei der Instandsetzung von Maschinen und Gebäuden oder bei der naturnahen Gestaltung und Pflege des Geländes, die Besuchergruppen führen, Veranstaltungen organisieren oder vielleicht weiter zur Geschichte des Abbaus recherchieren möchten.

Mit diesem und weiteren Geotopen kann der Vogelsberg dann auch den Erwartungen endlich gerecht werden, die Besucher an eine Region haben, die das größten Vulkangebiet in Mitteleuropa darstellt: der Vulkanismus wird in seiner Vielfalt sichtbar.

Kurzfassung des Konzeptes der DVG hier.

 

   Nachfolgend stellen wir Ihnen in einigen kurzen Berichten, zumeist mit Bildern oder Presseausschnitten, die

   vielfältigen Aktivitäten der Fachsektion in den Jahren 2008 bis 2010 vor:

   1. Exkursion der AG I und AG II zum Thema "Eisen aus dem Vogelsberg"  mehr

   2. Treffen der AG I am  4. August 2008 im Steinbruch Ortenberg-Bleichenbach  mehr

   3. Exkursion der Fachsektion mit Frau Dr. Guba nach Nieder-Ofleiden und Amöneburg  mehr

   4. Auftritt der Fachsektion auf der Herbstmesse Alsfeld  mehr

   5. Treffen der AG I und II zum Eisen-Thema auf dem Hoherodskopf mehr

   6. Der neue Flyer der Fachsektion mit vielen Infos ist fertig  mehr

   7. Bericht (hier) und Script (hier) von der Busexkursion mit Dr. D. Nesbor am 16. Mai 2009 (erstellt von K. Bär)

   8. Treffen der AG I und II am 7. Juli 2009 in Bad Salzhausen mehr

   9. Treffen der AG I und II am 27. Sept. 2009 in Münzenberg zur geolog. Vielfalt mehr

   10. Treffen der AG I und II am 19. März 2010 im Steinbruch Rainrod mehr

   11. Treffen der AG I und II am 9. April 2010 beim Kunstturm-Mücke zum Erzabbau mehr

   12. Treffen der AG I und II am 3. Sept. 2010 in Müs zum Eisen-Thema (Verhüttung) mehr

   13.  Aktionen der Fachsektion am Tag des Geotops (18. Sept. 2010) mehr

   14. Flyer "Wilder Stein Büdingen - Geotop des Jahres 2010" hier

   15. Radtour der AG I und II am 30. April 2011 mehr

 

  BASALT ist das Gestein des Jahres 2009! Mehr dazu hier.

 

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Stand: 24.11.12