AKTUELLES

Themenwochenende Archäologie: Stein

 

Die Keltenwelt am Glauberg veranstaltete am 4. und 5. Juli ein Themenwochenende Stein, bei dem verschiedene Angebote rund um das Thema "Stein" und "Steinbearbeitung" im Garten der Keltenwelt präsentiert wurden. Die DVG Sektion Vogelsberg war zusammen mit dem Verein Freunde des Steinbruchs Michelnau e.V. mit einem Doppel-Infostand vertreten. Am DVG-Stand wurde neben dem Gesteins-Memospiel eine regionale Gesteinsauswahl präsentiert, die um lokale Stücke erweitert war (Rotliegend-Gestein, weißer Sandstein, Eisenerz aus Sandstein). Das Infomaterial bezog sich auch auf interessante Geotope der Region. Am benachbarten Stand wurde mit dem Steinbruch Michelnau ein Geotop mit seinem Gestein und der Abbaugeschichte näher vorgestellt.

Durch die Bereitschaft einer Reihe von DVG-Mitgliedern bei der Besetzung des Infostands zu unterstützen (vielen Dank dafür!), konnten die Zeiten an beiden Tagen gut abgedeckt werden und es ergaben sich auch interessante Kontakte zu anderen Beteiligten der Veranstaltung. Wir danken auch der Keltenwelt für die Einladung zu dem Themenwochenende!

Die folgenden Fotos stammen von Lothar Noll, Lothar Riemann, Michael Barth und Kerstin Bär.

 

Der Doppel-Infostand von DVG und Freunde des Steinbruchs Michelnau im Garten der Keltenwelt
Interessiertes Publikum am Stand der DVG
Für Mahlsteine aus Lungstein" gab es einem Meldeufruf

Neben anderen Gesteinen aus der Region war auch der porenreiche Basalt im Fokus, der im Vogelsberg als "Lungstein" bezeichnet wird. Er wurde schon zur Zeit der Kelten zur Herstellung von Mahlsteinen verwendet. Als Blickfang diente ein mittelalterlicher Rohling vom Glauberg. Für keltische Schiebemühlen, sogenannte Reibsteine, gibt es einen Meldeaufruf

 

Als zusätzliches Angebot gab es an beiden Tagen Führungen der DVG. Dabei waren die regionalen Gesteine Thema, wie die unterschiedlich gefärbten Sandsteine, die zur Herstellung der Statue des Keltenfürsten verwendet wurden. Insbesondere ging es aber um die Basalte des Glaubergs. In dem kleinen Steinbruch, der am Weg zum Plateau liegt, sind Lavaströme zu sehen, die dünnflüssig waren und viele Poren besitzen. Sie entsprechen einem Basalt, der auch "Lungstein" genannt wird und der schon in der keltischen Eisenzeit genutzt wurde. Der Vergleich mit Bildern heutiger Lavaströme zeigte deutlich, welche charakteristischen Unterschiede zwischen dünn- und zähflüssigen Lavaströmen bestehen.

Auf dem Plateau ist ein anderer Basalt zu finden, der dicht ist und teilweise durch "Sonnenbrenner" zerfällt. An einer Felswand ist in diesem Hartbasalt außerdem eine interessante Klüftung zu sehen. Solcher Basalt lässt sich als zähflüssiger Lavastrom interpretieren.

Vom Plateau aus hatte man auf dem Rückweg noch einen Fernblick nach Frankfurt. Bis dorthin sind dünnflüssige Lavaströme des Vogelsbergs geflossen.

Startpunkt der DVG-Führungen war am Eingang des Museums
Im Steinbruch unterhalb der Enzheimer Pforte wurden dünnflüssige Lavaströme betrachtet
Michael Barth und Kerstin Bär zeigen verschiedene Arten von Lavaströmen im Vergleich
Die dünnflüssigen Lavaströme besitzen besondere Strukturen
Ein überlagernder zähflüssig Lavastrom bildet das Plateau
Vom Plateau hat man einen Fernblick bis nach Frankfurt
 

 

Flechten und Moose auf Gestein - DVG-Exkursion bei Münzenberg
Exkursionsgruppe an einem der Gesteinsblöcke

Die Gesteinsblöcke der Steinberge bei Münzenberg wurden 2025 als Geotop des Jahres ausgewählt. Sie zeichnen sich durch einen besonderen Bewuchs aus. 

Für Ende Mai hatte die DVG Sektion Vogelsberg zusammen mit der NABU-Gruppe Stadt Münzenberg und der Arbeitsgemeinschaft Traiser Steinberg zu einer flechten- und mooskundlichen Exkursion eingeladen. Eine sehr interessierte Gruppe traf sich mit Dipl.-Biol. Dietmar Teuber an den Steinbergen.

Ein Bericht zur Exkursion ist hier zu finden: Exkursions-Bericht

 

 

 

Mehr als Rhön und Vogelsberg
- Geologie rund um Fulda -

 

Vom 8.-12. September 2026 findet die diesjährige Tagung des Oberrheinischen Geologischen Vereins (OGV) in Fulda statt. Kooperationspartner der Tagung sind der Verein für Naturkunde in Osthessen (VNO) und die Sektion Vogelsberg der Dt. Vulkanologischen Gesellschaft (DVG).

 

Im Sommer erscheint der zugehörige Tagungsband, in dem insbesondere die verschiedenen Exkursionen beschrieben sind. (Das Titelbild von M. Wittig  zeigt den Blick von der Abtsrodaer Kuppe nach Norden.)

 

Nach 2 Führungen zum Auftakt und einem Vortragstag in Fulda werden insgesamt 9 ganztägige Exkursionen angeboten. Diese führen in Rhön und Vogelsberg, aber auch in das dazwischenliegende Fulda-Lauterbacher Grabensystem sowie ins Ruhlaer Kristallin. Weitere Informationen und Anmeldeunterlagen stehen unter https://ogv-online.de/tagungsvorschau

 

Titelseite OGV-Band NF 108/2026

Mai 2026

Erweitertes Vulkanmodell im Vulkaneum

 

Das von der DVG in Zusammenarbeit mit dem Vulkaneums-Team entwickelte Vulkanmodell "Drei Vulkane im Detail" wurde um bestimmte Effekte erweitert. Einer der drei Vulkane stellt einen explosiv ausbrechenden Schlackenkegel dar. Mit Knopfdruck können das Magma im Schlot und die ausgeworfenen vulkanischen Bomben zum Glühen gebracht werden. 

 

Nun laufen die "Ausbrüche" des Vulkans in mehreren Phasen ab. Zuerst beginnt der Vulkan zu "grollen", ähnlich einem Erdbeben, dann steigt das Magma im Schlot auf - und schließlich leuchten die Bomben.

 

Die Initiative zu dieser Erweiterung hatte Hans Dieter Herget ergriffen, der sowohl Mitglied der DVG Sektion Vogelsberg als auch des Fördervereins Vulkaneum ist. Im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung fand jetzt eine Vorstellung des Modells mit der Erweiterung statt. Mitglieder von DVG, Förderverein und alle Interessierten waren zu dieser Präsentation eingeladen, die auch mit einer Sonderführung verbunden war.

 

Hans Dieter Herget kommentiert den Ablauf des Ausbruchs mit jetzt meheren Phasen

Ein ausführlicher Bericht ist hier zu finden: Päsentation des erweiterten Vulkanmodells

Hier sind die verschiedenen Beteiligten und einige Hintergründe zur Geschichte des Modells erwähnt.

 

Außerdem wurde an dem Abend ein Video gedreht, das hier online ist (youtube): Video-Impessionen

 

Erläuterungen zum Modell mit den verschiedenen interaktiven Elementen (z.B. Suchkarten) gibt es auf einer eigenen Seite (Das Vulkanmodell im Vulkaneum).

 

Unten finden Sie noch ein paar Foto-Impressionen vom Umbau des Modells und vom Abend der Präsentation.

 

Beim Umbau musste auch die Beleuchtung verändert werden.

 

Das Innenleben des Vulkanmodells während des Umbaus
Die Beleuchtung im Inneren
Hans Dieter Herget "im Vulkan"

 

Der Abend der Vorstellung des erweiterten Vulkanmodells fand das Interesse einiger Gäste

Am Abend der Präsentation war einer der drei Vulkane verhüllt
Kerstin Bär erläuterte die Besonderheiten der Schlackenkegel und Maare
Auch bei der Sonderführung ging es um Schlackenkegel und Maare
Gäste zwischendurch im angeregten Gespräch
Kerstin Bär und Hans Dieter Herget mit Präsenten (Foto: Volker Rühl)
Ein junger Gast erklärt sich bereit das Modell zu enthüllen (Foto: Volker Rühl)
Das Starten des ersten Ausbruchs mit Grollen, aufsteigendem Msgma und dann glühenden Bomben

 

 

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Der Schlossberg Ulichstein von fern
Auf dem Schlossberg sind Reste der ehemaligen Burg und der Vogelsberggarten
Schnitt durch den Vogelsberg mit der Bohrung Ulrichstein
Ankündigung: 20. September Tag des Geotops in Ulrichstein

 

Dieses Jahr wird der Tag des Geotops mit einem Tagesprogramm in Ulrichstein stattfinden.

 

Beteiligt ist die Stadt Ulrichstein, das Museum im Vorwerk, das Team des Vogelsberggartens und weitere Initiativen.

Das genaue Programm ist noch in Arbeit. Der jeweils aktuelle Stand wird hier veröffentlicht.

 

Außerdem wird das Programm in den Wochen vor dem Termin per Rundmail im DVG-Verteiler verschickt.

(Noch nicht im Verteiler? Dann Anfrage per Kontaktformular...)

 

 

 
Geschenke

Mit Geschenken ist es nicht ganz einfach.
Mit denen, die wir bekommen und mit denen, die wir machen.
Manche sind übertrieben, so dass es den Beschenkten peinlich ist.
Manche werden nur gemacht, weil wir meinen, etwas schenken zu müssen.
Ein wirklich passendes Geschenk ist ein Glücksfall.

Paricutin 1946 (Quelle: USGS)

Auch die Vulkane schenken uns manches.
Die gerade aktiven Vulkane schenken uns beindruckende Bilder, 
die uns wissen lassen, dass das Innere der Erde glühend-heiß ist.
(Auch bei den Vulkanen übertreiben manche.)
Sie schenken uns eigentümliche, junge Landschaften, 
mit Formen, wie sie nur Vulkane bauen können.

Erdmantel-Gestein im Basaltschotter

Alte Vulkane, ermöglichen uns Blicke in ihr Inneres.
Sie schenken uns Minerale, die schön sind und Sammler begeistern,
oder Gesteine, die interessant sind und ihre Geschichte erzählen.


Manche davon sind für uns auch nützlich – Pflaster, Mauern, Schotter…

 

 

Erdmantel-Gestein näher betrachtet

Ein Gestein, das nicht von den Vulkanen selbst stammt,
sondern das sie aus der Tiefe mitgebracht haben,
Gestein aus dem Erdmantel, wird meist übersehen,

liegt unbeachtet auf Wegen und Plätzen.


Ein Geschenk, das sich nicht aufdrängt,
das wir auch liegen lassen können,
- oder kurz betrachten und wieder hinlegen,
so dass es vielleicht noch andere entdecken.

 

 

Eine Geschichte für Kinder zum Thema Erdmantel-Gestein im Basalt ist hier zu finden: 
Olli erzählt (ganz unten auf der Seite, Audio).

 

 

 

 
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