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AKTUELLES

Unsere für 2021 terminierten Veranstaltungen finden Sie rechts im Termin-Kalender.

Den Flyer GeoTermine 2021, werden wir einstellen, sobald er in Druck geht - wobei wegen der Corona-Krise vielleicht wieder nicht alle Veranstaltungen stattfinden werden. Bitte fragen Sie im Zweifel vorab nocheinmal an!

Über unsere Rundmails können Sie zukünftig wieder Hinweise zu aktuellen Veranstaltungen erhalten - die sich manchmal auch kurzfristig ergeben. Bitte schicken Sie uns dazu eine E-Mail (über "Kontakt" möglich).

 

 
Geo-Adventskalender: 4
Mehr als ein Aussichtspunkt

Diese Felsklippe ist eines der bekanntesten und am häufigsten besuchten Geotope im Vogelsberg. Klaus Emrich hat es mit Schnee fotografiert. Der Bilstein bietet bei klarem Wetter einen beeindruckenden Blick über die Landschaft des Vogelsbergs bis ins Rhein-Main-Gebiet.  An trüben Tagen ist man hier auch mal allein. Und der Bilstein hat auch mehr zu bieten, als eine schöne Aussicht. Schon die senkrecht stehenden Platten, die sich statt Säulen gebildet haben, sind ungewöhnlich. Wer sich alles in Ruhe betrachtet, bemerkt auch noch, dass diese Kuppe, die hoch am Hang steht, ungewöhnlich langgestreckt ist. Es ist wie der "Hohenstein" ein Ausbruchszentrum, allerdings ein spaltenförmiges. Es ist nichts ungewöhnliches, sondern eher die Regel, dass das Magma entlang von Spalten aufsteigt. Aber häufig erweitert sich eine Spalte an bestimmten Punkten stärker und konzentriert sich dann so, dass eher rundliche Schlote entstehen.

 

Mehr zum Bilstein, auch seinem ungewöhnlichen Bewuchs, erfährt man auf der Infotafel vor Ort und im Heft "Wo gibt's denn hier Vulkane?". Mehr zum Gestein ist im Vogelsberg-Geotope-Buch zu finden.

 

 

 

Geo-Adventskalender: 3
Vom Bach zerschnittener Schlot

Wo Lava ist, muss es auch Schlote geben... An den Aufstiegswegen der Schmelze ist das Gestein oft besonders hart und dicht. Schlote widerstehen der Verwitterung und Abtragung dadurch besser als das Lavagestein, das häufig porös ist. So sind Bergkuppen oft Schlote und im Bereich von Schloten sind nicht selten Felsen zu finden. Unter den Geotopen des Vogelsbergs sind die Schlote deshalb gut vertreten - auch wenn sie flächenmäßig eine geringere Rolle spielen.

Durch die Schneereste kommen die von Moosen und Farnen bewachsenen Felsen des "Hohensteins" in diesem Bachtal zwischen Nidda und Michelnau besser zur Geltung als sonst. Wer näher herangeht, erkennt kleine unregelmäßige Säulen, die an verschiedenen Kuppen in unterschiedliche Richtungen zeigen. Ungewöhnlich ist an dieser Stelle, dass sich der Bach mitten durch den harten Schlot gesägt hat. Häufiger wurden Kuppen herauspräpariert, indem die Gewässer ihre Täler um die Schlote herum eingetieft haben.

 

Mehr zum "Hohenstein", den die Niddaer auch "die Klippen" nennen, ist im Vogelsberg-Geotope-Buch des Landesamtes zu finden. 
Dass diese Felsen auch als Lebensraum etwas besonderes sind, erfährt man auf der Infotafel am Weg.
Deren Inhalt ist auch hier zu finden: Infotafel "Der Hohenstein - ein besonderer Ort"

 

 

 

Geo-Adventskalender: 2
Ein ziemlich dicker Lavastrom

Besser als am Taufstein (siehe Geo-Adventskalender: 1) lässt sich in diesem Steinbruch nachvollziehen, dass hier einst ein Lavastrom geflossen ist. Es sind die Säulen, die dies verraten. Beim Abkühlen und Schrumpfen der Gesteinsschmelze bilden sich Schwundrisse senkrecht zu kalten Flächen. Das sind bei Lavaströmen der kalte Untergrund und die früh abkühlende Oberseite. Je mehr der Lavastrom abkühlt, um so weiter setzen sich die Risse (Geologen sagen "Klüfte") ins Innere fort. Dadurch ist die Ausrichtung der sich bildenden Säulen in Lavaströmen mehr oder weniger senkrecht.

Dort wo heute Bäume stehen, muss bei diesem Lavastrom noch eine bröckelige Kruste gewesen sein, die abgetragen wurde. Er war also noch dicker (Geologen sagen "mächtiger")

 

Mehr zur Bildung von Säulen und zu diesem Lavastrom in unserem Heft "Wo gibt's denn hier Vulkane?".

 

Wir haben die Lava außerdem ganz oben auf unserer Homepage als Banner wieder zum Glühen gebracht...

 

 

 

Geo-Adventskalender: 1
Geschaffen durch Hitze und Kälte

Im Vogelsberg ging es mal ganz schön heiß zu - aber das ist lange her.

Einige Millionen Jahre nachdem der Vulkanismus hunderte Meter Asche und Lava hinterlassen hatte, begann die Eiszeit. Sie gestaltete in mehreren Kältephasen die Landschaft um. Blockhalden, wie hier am Taufstein, sind Zeugnisse dieser Perioden. Die Region war zwar nicht von Gletschern bedeckt, aber es gab auch keinen Wald. Zumindest für die Tieflagen des Vogelsbergs sind Ren, Wollnashorn, Mammut und Höhlenbär nachgewiesen.

Die Abtragung muss deutlich größer gewesen sein als bei unserem aktuellen Klima. Die heutigen Kuppen, Bergrücken und Täler wurden überwiegend wohl erst dadurch geschaffen. So lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen, aus welchem Schlot die Lava gekommen ist, die den Taufstein bildet. Sicher ist nur: Wenn das Lava ist, muss der Schlot höher gelegen haben - höher als der heute höchste Punkt des Vogelsbergs...

 

Mehr zum Taufstein, der auch schon Geotop des Jahres war, ist vor Ort auf der Infotafel an der Treppe und in unserem Heft "Wo gibt's denn hier Vulkane?" zu finden.

 

 

 

Foto-Ausstellung "Wo gibt's denn hier Vulkane?"
Ausstellungseröffnung mit Vulkanausbruch

Unsere Foto-Ausstellung "Wo gibt's denn hier Vulkane?" ist jetzt in Grünberg!
(Das Museum wurde allerdings für den November geschlossen.)

 

Das Bild oben gibt einen Eindruck von der Eröffnung im Museum im Spital am 24.09.2020 (aufgrund der Corona-Auflagen im kleinen Kreis) mit Bürgermeister Frank Ide, Museumsleiterin Karin Bautz und Vertretern der DVG sowie des Fördervereins und des Freundeskreises des Museums - während gerade ein Vulkan ausbricht.

 

Außer unseren Bildern war in der Sonderausstellung nämlich leihweise das Vulkan-Modell des Mineralogischen Museums Marburg zu sehen, das auch "zum Ausbruch" gebracht werden kann. Dabei zeigt dieses Modell eines Schichtvulkans, das den Mayon darstellt, natürlich nicht die gefährlichen Glutlawinen, für die der Vulkan eigentlich berüchtigt ist.

 

Auch im Vogelsberg gab es Glutlawinen, die von einem ähnlichen Vulkan gekommen sein können. Den Nachweis von Glutlawinen gibt es zwar nur im Bereich des Oberwalds bei der Flösserschneise und östlich des Rehbergs, aber die Trachytblöcke und die Bohrungen in die Ablagerungen zeigen, dass es auch im Vogelsberg solche katastrophale Ausbrüche gegeben haben muss. Ein Foto der Trachytblöcke ist in der Ausstellung zu sehen. (Der zugehörige Vulkan wurde offenbar abgetragen, seine Reste auch teilweise in einer späteren Phase des Vulkanismus überdeckt.) 

 

Die allermeisten Ausbrüche werden im Vogelsberg aufgrund des basaltischen Magmas allerdings weniger dramatisch "nur" zur Entstehung von Maaren, zum Aufbau von kleinen Schlackenkegeln und zur Bildung von Lavaseen und Lavaströmen geführt haben - deren Relikte wir in der überwiegenden Zahl der Bilder zeigen.

 

Weitere Informationen zum Museum und ursprünglich Begleitprogramm sind hier zu finden: Einladungs-Flyer Museum Grünberg

 

 

 

 

 

Tag des Geotops 2020
Das Geotop des Jahres 2020

Tag des Geotops 2020 mit neuem "Geotop des Jahres"

 

Der Tag des Geotops ist mit rund 130 Anmeldungen zu neun Führungen und Exkursionen gut verlaufen. Die Veranstalter bekamen viele positive Rückmeldungen zu dem diesjährigen Angebot. Zum Abschluss des Tages wurde noch das "Geotop des Jahres" ausgezeichnet.

 

Mehr zum diesem Geotop "Lavaströme am Glauberg" und eine kurze Zusammenfassung zum Tag des Geotops finden sie hier:
Geotop des Jahres und Bilanz zum Tag des Geotops 2020

 

Bilder als Eindrücke zum Tag des Geotops werden wir in den nächsten Tagen hier einstellen.

 

 

Tag des Geotops in Glauburg

 

Tag des Geotops am 20. September 2020

Für das Vulkangebiet Vogelsberg fand der Tag des Geotops 2020 in der Gemeinde Glauburg statt.

In diesem Jahr haben wir die Planung zur Reduzierung des Infektiosrisikos angepasst. Solche Teile des Programms, die bei früheren Veranstaltungen drin stattfanden (Vorträge, Ausstellung), wurden nicht angeboten. Stattdessen fanden mehr Exkursionen und Führungen statt. Die Gruppengröße war jeweils auf 15 Personen begrenzt und an den Stationen war eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Zu fünf Themen wurden insgesamt neun Termine angeboten.

 

Die Themen waren:

- Versteinerter Fluss und Erdgeschichte bei Stockheim

- Verbindungen zwischen Geologie und Kulturgeschichte

- Die Lavaströme des Glauberg-Plateaus

- Geführte Rad-Wanderung auf der Route "Landschaftsgeschichte"

- Flora und Fauna - Leben auf der "Kalkschuttbuckelwiese"

 

Andere Veranstaltungen zum bundesweiten Aktionstag finden Sie in jedem Jahr unter:

www.tag-des-geotops.de

 

 

Fotos unten: Kieskaute Stockheim (W. Gasche), Blasenreicher Basalt,
Steinbruch am Glauberg und Blick zum Glauberg von Westen (K. Bär),
Blüte mit Schmetterling auf der "Kalkschuttbuckelwiese" (K.-H. Heinz)

Bei Stockheim hinterließ vor Millionen Jahren ein reißender Fluss einige Meter Geröll
Jedes Gestein hat andere Eigenschaften und wurde in der Geschichte entsprechend genutzt
Gruppe am Glauberg - am Tag des Geotops ist mehr Abstand erforderlich!
Die Landschaft rund um den Glauberg lässt sich mit dem Rad im wahrsten Sinne des Wortes erfahren
Skabiose und Dickkopffalter sind typische Arten auf der Kalkschuttbuckelwiese

 

 

 

 

 

Vulkaneum - Filmraum
Konzept des Vulkaneums

Das fachliche Konzept des Vulkaneums wurde inzwischen in einem Artikel festgehalten. Hier werden auch thematische "roten Fäden" der Austellung deutlich, z.B. die Themen Ausbruchsformen, vulkanische Gesteine und ihre Verwendung im Vogelsberg.
Der Artikel ist jetzt als Auszug auf der Homepage der Vereinigung der Freunde der Mineralogie und Geologie e.V. (VFMG) zu finden:
http://vfmg.de/2020/04/das-vulkaneum-in-schotten/

 

 

 

 

Vulkanmodell mit drei Vulkanen
Vulkanmodell mit drei Vulkanen

 

Für das Foyer des Vulkaneums wurde ein Vulkanmodell komplett neu entwickelt, das die typischen Ausbruchsformen des Vogelsbergs zeigt.


Das Rohmodell, das die Vorlage war, stammt von der Sektion Vogelsberg der DVG. Hier wurden incl. organisatorischer Arbeit über 200 Stunden ehrenamtlich geleistet. Bei der Umsetzung konnten auch Wünsche der Mitarbeiterinnen des Vulkaneums berücksichtigt werden. Sie hatten angeregt ein Vulkanmodell zu entwickeln. Die Umsetzung des Rohmodells in ein stabiles und beleuchtetes Modell aus Epoxidharz erfolgte durch den Modellbauer Detlev Koch aus Niederspier.
 

Schlackenkegel wirft Bomben aus
Schlackenkegel mit Lavastrom
Maar mit Tuffring

Vulkanismus, der durch aufsteigendes basaltisches Magma entsteht, führt meist zur Entstehung von Schlackenkegeln. Solange das Magma gasreich ist, werden von einem Schlackenkegel verschieden große Partikel ausgeworfen, von denen die größeren als "Bomben" bezeichnet werden. Das ausgeworfene Material baut den Kegel auf.

 

Lässt der Gasgehalt nach, kann sich im Krater ein Lavasee bilden und es können Lavaströme ausfließen.

 

Wenn das Magma auf Wasser trifft, kann es auch zur Bildung von Maaren kommen. Dabei wird ein tiefer Sprengtrichter in den Untergrund gerissen. Herabfallendes Material landet zum Teil im Krater zum Teil in der Umgebung, wo es einen flachen "Tuffring" bildet. In der weiteren Umgebung kommt es zur Bildung von Ascheschichten.

 

Mit zwei Schlackenkegeln und einem Maar werden nun alle drei Ausbruchstypen bei dem Modell im Vulkaneum gezeigt.

Eine Beschreibung der Entstehung der drei Vulkane und beschriftete Skizzen zu ihrem Aufbau sind im Prospektständer der DVG zu finden.

Sie stehen auch hier zum Download bereit:

Entstehung der drei Vulkane

Beschriftete Skizzen der Vulkane

 

Sponsoren des Modells waren neben der DVG Sektion auch die Vogelsberg-Stiftung, die Wetterauische Gesellschaft (Hanau) und der Förderverein des Vulkaneums.

 

 

Am Infostand immer sehr beliebt...

 

Dass es Vulkane aus Fruchtgummi gibt, haben wir sehr erfreut vor ein paar Jahren bemerkt.* Aber dass sie auch noch innen "Magma" haben (Himbeergeschmack) ist schon fast genial.
 

Für uns sind das kleine "Schlackenkegel", denn ihre rote Farbe und die Form passt gut (vielleicht ein wenig zu steil) .

Da fehlt nur noch das "Feuerwerk", das solche Vulkane üblicherweise machen, wenn sie aktiv sind...

Vulkane mit Füllung
Aktiver Schlackenkegel
Unsere Schlackenkegel

Aktiver Schlackenkegel - Quelle: Jens Bludau - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0
Fruchtgummi-Vulkane - Quelle: Ein bekannter Fruchtgummihersteller*, eigene Fotos, leicht bearbeitet
* Bisher ist uns nur ein Produzent bekannt.
Es wäre interessant, ob es weitere Hersteller gibt, da es zuletzt mehrfach Probleme bei der Beschaffung gab.

 

 

Foto-Ausstellung "Wo gibt's denn hier Vulkane?"

 

Die Foto-Ausstellung der DVG wurde seit Mitte 2018 bereits an verschiedenen Orten gezeigt.

Von Januar bis Ende Juni 2020 war sie im Rathaus Nidda zu sehen.

 

Ausstellung "Wo gibt's denn hier Vulkane?"

Begleitend zur Ausstellung fand am 22. Januar ein Vortrag "Lava, Asche, viele Schlote - Nidda im Vulkangebiet Vogelsberg" statt.

Einen ausführlichen Bericht finden Sie hier: Lava, Asche, viele Schlote - Vortrag.

 

Mehr zur Ausstellung und zum Begleitheft finden Sie unter "Archiv".

 

Vorankündigung: Tag des Geoptops 2021

 

Der Tag des Geotops wird bundesweit jährlich am dritten Sonntag im September durchgeführt.

Im Vulkangebiet Vogelsberg gibt es dazu seit vielen Jahren ein ganztägiges Programm mit Vorträgen, Exkursionen und einer kleinen Ausstellung. Mehr dazu finden Sie unter Geotope.

Im Jahr 2021 wird der Tag des Geotops voraussichtlich in Hungen-Langd ausgerichtet.

 

 

Veranstaltungen

Nächste Veranstaltungen:

20. 03. 2021 - 10:00 Uhr
 
19. 09. 2021
 

Veranstaltungen
 

Flyer Geo-Termine 2020 (pdf)