AKTUELLES
Mitgliederversammlung am 23. Oktober 2026 in Eichelsachsen
In Schotten-Eichelsachsen fand die diesjährige Mitgliederversammlung der Sektion Vogelsberg der DVG statt. Nach einem umfangriechen Tätigkeitsbericht, der u.a. die Erweiterung des Vulkanmodells im Vulkaneum, das Themenwochenende "Stein" am Glauberg, die Beiträge zu Tagung des Oberrheinischen Geologischen Vereins sowie den Tag des Geotops in Ulrichstein zum Thema hatte, erfolgte die Entlastung des Leitungsteams.
Turnusmäßig fanden Wahlen statt. Das bisherige Leitungsteam stellte sich zur Wiederwahl, zusätzlich wurde mit Angelika Maschke ein aktives Mitglied zur Wahl als weitere Beisitzerin vorgeschlagen. Die Wahlen erfolgten einstimmig. Das Leitungsteam besteht damit aktuell aus den folgenden Personen: Kerstin Bär (Sektionsleiterin), Andreas Rüb und Klaus Emrich (Stellvertretende Sektionsleiter), Dr. Angela Metzner (Schriftführerin), Klaus Tamme, Dr. Michael Barth und Angelika Maschke (Beisitzer/innen).
Als Vorprogramm zur Versammlung fand ein Besuch der Geologischen Baumhecke in Eichelsachsen statt. Klaus Emrich als Initiator erläuterte die Hintergründe zur Entstehung des Projekts und zeigte anschließend einige Aspekte im Gelände.
DVG-Fotokalender 2027
Der Kalender 2027 ist fertig und wird in den nächsten Wochen an die Mitglieder verteilt. Er enthält Vulkanfotos, die die DVG-Mitglieder ausgewählt haben und die von Vorstandsmitgliedern stammen. Auch aus dem Vogelsberg ist ein Foto - des Steinbruchs Michelnau (Kalenderblatt Juli). Die Entstehung seines Gesteins lässt sich so wie bei dem Ausbruch auf La Palma 2021 vorstellen (Kalenderblatt Januar).
Der Kalender kann über die DVG auch erworben werden. Er wird für 5,- € pro Stück abgegeben.
Zu den Bildern gibt es fachliche Erläuterungen auf der Homepage des DVG-Hauptvereins.
Sie sind hier unter Kalender 2027 verlinkt.
Dort sind alle Bilder, die für die Mitglieder zur Wahl standen, mit Erläuterungen eingestellt. Darunter sind auch noch drei weitere Bilder aus dem Vogelsberg. Sie zeigen besondere Geotope der Region: die Alteburg bei Schotten mit imposanten Basaltsäulen, den Bergwerksteich westlich Nidda - Bad Salzhausen als interessante Fossilfundstelle und den Büdinger Wilden Stein, der als ehemaliger Schlot Besonderheiten aufweist.
September 2026
Eine Spende und ihre Verwendung
Das Team des Ladies Shopping Ulrichstein nutzte den Tag des Geotops zur Übergabe einer Spende in Höhe von 150 € an die DVG Sektion Vogelsberg.
Die Organisatorinnen hatten ihre Entscheidung schon vorab bei Karl Rudi angekündigt, der der örtliche Ansprechpartner der Sektion ist. Das Orga-Team fand, dass die Aktivität der DVG gut zu ihrem eigenen Ansatz passt, die Regionalität und Nachhaltigkeit zu fördern.
So hatten Kinder aus Ulrichstein schon Ferienspiel-Aktionen besucht, bei denen DVG-Mitglieder die vulkanische Vergangenheit und die Besonderheiten der Vogelsberggesteine spielerisch vermitteln konnten.
Sektionsleiterin Kerstin Bär, ihr Stellvertreter Andreas Rüb und Karl Rudi bedankten sich herzlich für diese Spende. Nach inzwischen erfolgten Gesprächen, wird die DVG die Spende vor Ort einsetzen. Angedacht ist, der Grundschule Ulrichstein Info-Material zu den Vogelsberg-Vulkanen zur Verfügung zu stellen, insbesondere das DVG-Heft „Wo gibt’s denn hier Vulkane?“. Dieses Heft zeigt mit vielen Fotos, dass noch heute der frühere Vulkanismus mit Lavaströmen, Ascheschichten und Schloten erkennbar ist. Die Erläuterungen zu den Bildern sind für Interessierte auch ohne Vorwissen verständlich und ältere Grundschulkinder wissen oft viel mehr über Vulkane als Erwachsene.
Der Rahmen und Zeitpunkt der Übergabe der Info-Materialien wird noch mit der Schule abgestimmt.
September 2026
Wie war der Tag des Geotops in Ulrichstein?
Der Tag des Geotops hat auch auch dieses Jahr ein interessiertes Publikum erreicht.
Große Teile des Programms fanden im Museum im Vorwerk statt, das der zentrale Anlaufpunkt war.
Nach der Begrüßung standen die Vorträge am Vormittag in engem Zusammenhang mit dem Motto des Tages "Weit oben und tief unten". Am Nachmittag gab es Führungen und Infostände.
Fotos vom Tag des Geotops siehe unten.
Der Vortrag von Prof. Dr. Heinrich Thiemeyer behandelte Böden des Vogelsbergs und ihre unterschiedliche Entstehungsgeschichte. Sie bilden die obersten Schichten der Erde und sind deshalb "weit oben" im Verhältnis zu der vielen hundert Meter tiefen Bohrung, über die im zweiten Vortrag Andreas Rüb und Kerstin Bär berichteten. Auch das Geotop des Jahres ist "weit oben" - zumindest aus vielen Blickwinkeln. Es ist der Schlossberg Ulrichstein, der einen Vulkanschlot darstellt und die Stadt Ulrichstein überragt.
Veranstaltet wurde das Programm dieses Jahr in Kooperation mit dem Museum im Vorwerk und der Stadt Ulrichstein unter Beteiligung einer Reihe von Vereinen, Initiativen und Organisationen. So konnten neben Vorträgen auch verschiedene Führungen und Infostände angeboten werden. Im Namen der Veranstalter dankt die Sektion Vogelsberg der DVG allen Beteiligten, die die Veranstaltung engagiert unterstützt haben. Auch wenn durch den Regen am Nachmittag das Führungsprogramm nicht ganz so lang dauerte, wie geplant, waren die Rückmeldungen doch durchweg positiv.
Ein ausführlicher Bericht zu dem Tag ist hier zu finden: Rückblick zum Tag des Geotops
Hier wird auch näher darauf eingegangen, warum der Schlossberg Ulrichsteil als Geotop des Jahres ausgewählt wurde.
(Falls der Bericht, angesichts des Regens am Nachmittag vielleicht etwas zu euphorisch klingt: Daraus spricht die Erleichterung, dass alles, worauf wir Einfluss hatten, trotz der vielen Programmpunkte geklappt hat...)
Zum Tag des Geotops ist außerdem ein Artikel in der regionalen Tageszeitung erschienen, der hauptsächlich über den ersten Vortrag berichtete:
Der Vogelsberg war mal Tundra...
Einige Bilder sind unten als Impressionen zum Tag verfügbar.
Der Stellvertretende Sektionsleiter Andreas Rüb und Sektionsleiterin Kerstin Bär übergaben mit Karl Rudi das Hinweisschild für das Geotop des Jahres an Bürgermeister Steffen Scharmann (3.v.l.).
Der Schlossberg würde ausgewählt, weil er die Landschaftsform einer sehr markanten Basaltkuppe gebildet hat und man hier einen Schlot aus der Zeit des Vogelsberg-Vulkanismus in der Landschaft erkennen kann.
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September 2026
Erfolgreiche Tagung "Mehr als Rhön und Vogelsberg"
Vom 8. bis 12. September 2026 hat der Oberrheinische Geologische Verein (OGV) seine Jahrestagung in Fulda abgehalten. Unterstützt wurde er dabei vom Verein für Naturkunde in Osthessen (VNO) und von der Sektion Vogelsberg der Dt. Vulkanologischen Gesellschaft (DVG). Unter dem Motto „Mehr als Rhön und Vogelsberg“ haben 111 angemeldete Teilnehmer die Geologie rund um Fulda erkundet.
Einleitend gab es am Dienstag zwei Stadtführungen in Fulda: eine kulturgeschichtlich-geologische war in der Innenstadt unterwegs und hat auch das Vonderau Museum besucht, eine weitere führte zum Kalvarienberg mit seinem historischen Basaltabbau. Am Mittwoch fanden im Großen Saal des ParkHotels eine Reihe von Vorträgen statt, die einen Überblick zur Geologie von Osthessen lieferten und die Tagungsteilnehmer auf das Exkursionsprogramm vorbereiteten. Traditionell bietet man auf den OGV-Tagungen einen öffentlichen Abendvortrag an: Prof. Zulauf referierte in Fulda über die Tektonik im Bereich des Vogelsbergs. Dieses Angebot wurde auch von einigen Sektionsmitgliedern wahrgenommen.
Bei durchweg schönem Spätsommerwetter wurden an den folgende drei Tagen insgesamt neun Bus-Exkursionen durchgeführt: Neben dem Vulkanismus in Rhön und Vogelsberg war auch die Geologie im Fulda-Lauterbacher-Graben mehrfach Thema, sowie ein Abstecher ins Ruhlaer Kristallin nach Thüringen. Gleich zwei Exkursionen in den Vogelsberg mit insgesamt 60 Personen haben Kerstin Bär und Michael Barth vom Leitungsteam der Sektion geführt und einen Querschnitt der Phänomene des basaltischen Vulkanismus gezeigt. Zwei weitere Exkursionen von Sektionsmitgliedern waren thematisch schon beim Tag des Geotops 2019 im Programm: Manfred Schulz zeigte im Steinbruch der ZKW Otterbein die komplette Abfolge des Muschelkalks mit den verschiedenen vorzeitlichen Lebensräumen und Fossilien. Reinhard Fehl bot eine Exkursion im Lauterbacher Graben an; neben einigen Stationen des Zeitpfades in Angersbach war auch der Vulkanismus am Nordostrand des Vogelsbergs ein Thema.
Die Tagungsteilnehmer nahmen viele positive Eindrücke aus der Region mit nach Hause und lobten die Organisation vor Ort sehr. Darunter waren namhafte Geologen und Vulkanologen wie Prof. Peter Rothe und Prof. Volker Lorenz, die beide Ehrenmitglieder des OGV sind.
Zu den Tagungen des OGV erscheint jährlich eine Publikation, in der die einzelnen Exkursionen ausführlich beschrieben sind: Geologische Exkursionen rund um Fulda – mehr als Rhön und Vogelsberg.
Ankündigung Juli 2026
Tag des Geotops in Ulrichstein: Weit oben und tief unten
Am 20. September wird der Tag des Geotops mit einem Tagesprogramm in Ulrichstein stattfinden.
Beteiligt sind neben der DVG Sektion Vogelsberg die Stadt Ulrichstein, das Museum im Vorwerk, das Team des Vogelsberggartens und weitere Initiativen.
Das Gesamtprogramm mit dem Ablauf, allen Informationen zu Vorträgen und Führungen und Hinweisen zur Anfahrt und Parkmöglichkeiten steht hier in einem Dokument zum Download bereit:
Programm Tag des Geotops 2026
Vor Ort werden für die verschiedenen Führungen vor allem die Seiten 5 und 6 nützlich sein.
Zentraler Tagungsort ist das Museum im Vorwerk in Ulrichstein.
Die Parkplätze am Museum (Hauptstr. 33) stehen Ausstellern sowie Gästen mit Einschränkungen zur Verfügung.
Die übrigen Gäste nutzen bitte den Parkplatz am Rathaus (Marktstr. 28), der 600 m entfernt liegt.
Eine Übersichtskarte ist im Dokument (s.o.) enthalten.
Ein Kleinbus wird am Vormittag zwischen Rathaus und Museum pendeln.
Am Vormittag wird es zwei Vorträge geben, am Nachmittag verschiedene Führungen auf dem Schlossberg.
Der Kleinbus pendelt am Nachmittag zwischen Museum, Schlossberg und Parkplatz am Rathaus.
Eine Voranmeldung zu Führungen ist dieses Jahr nicht nötig. (Auch eine Vorab-Reservierung ist nicht vorgesehen.)
Programm:
10.00 Uhr Begrüßung und Organisatorisches
10.30 Uhr Vortrag:
Böden des Vogelsbergs - geprägt von Vulkanismus, Eiszeit und Mensch
(Prof. Dr. Heinrich Thiemeyer)
11.15 Uhr Vortrag:
Die Forschungsbohrung 1996 - Tiefe Einblicke in das Vulkangebiet
(Andreas Rüb, Kerstin Bär)
12.00 Uhr Mittagspause (Essen und Getränke - Angebote s.u.)
ab ca. 12.30 Uhr Infotische im Museum im 1. Stock (s.u.)
+ Sonderausstellung zu Felsmalereien im Erdgeschoss
ab 13.30 Uhr Führungen zu verschiedenen Themen (s.u.)
auf dem Schlossberg und im Museum
Am Nachmittag: Kaffee und hausgemachte Kuchen (s.u.)
Der 20. September ist auch Weltkindertag!
Kinder können mit Startpunkt Museum eine "Schlossberg-Rallye" machen.
Den Quizzettel gibt es am DVG-Infostand.
Bei richtiger Beantwortung der Quizfragen gibt es eine interessante Probe Vulkangestein zur Auswahl:
Es ist ein Stück von einem Lavastrom des Vogelsbergs; in den Gasblasen sind Kristalle gewachsen.
Folgende Führungen werden am Nachmittag angeboten:
1. Der Vogelsberggarten - ein botanisches Kleinod mit großer Vielfalt (Richard Golle)
2. Burg und Schloss Ulrichstein - eine Spurensuche im Gelände (Volker Hess)
3. Aus Stein wird Eisen - Vorkommen und Verarbeitung von Eisenerz (Projektgruppe Erzweg)
4. Der Michelnauer Stein und seine Verwendung (Freunde des Steinbruchs Michelnau)
5. Der Schlossberg-Schlot und andere Schlote und Spalten der Umgebung (Andreas Rüb)
6. Verwitterung und ihre Einflüsse auf die Vogelsberg-Landschaft (Kerstin Bär)
7. Stadtgeschichte Ulrichstein (Susanne Zejewski-Dützer, Museum)
Führung Nr. 1 bis 6 findet auf dem Schlossberg statt.
Nr. 1 hat 80 min (wird 3x angeboten) , die Führungen 2 bis 6 haben ca. 35 min und starten alle 45 min (werden 3x bzw. 4x angeboten).
Nr. 7 ist eine Führung im Museum mit 30 min (wird 2x angeboten)
Startpunkte und Startzeiten aller Führungen sind in einer Übersicht zusammengefasst.
Die Übersicht (Karte/Liste mit Zeiten) steht oben im Dokument zum Download zur Verfügung - dort S. 5+6.
Infotische und Infostände (im Museum 1. Stock)
gibt es von folgenden Organisationen und Initiativen:
Sektion Vogelsberg der DVG e.V.
Geopark Vulkanregion Vogelsberg
Förderverein MUNA-Museum Grebenhain e. V.
Freunde des Steinbruchs Michelnau e.V.
Projektgruppe Erzweg
Verein für Naturkunde in Osthessen (VNO) e.V.
Mittags- und Nachmittags-Angebot
Essen und Getränke werden komplett vom Verein Museum im Vorwerk e.V. bereitgestellt.
Vegetarisches Chili, Laugenbretzeln und Schmalzbrote
Hausgemachter Kuchen, Kaffee und alkoholfreie Getränke
Sie werden gegen Spende fürs Museum abgegeben.
Alle übrigen Angebote am Tag des Geotops sind kostenfrei.
Die Beteiligten freuen sich auf viele interessierte Gäste!
August 2026
Neuauflage "Wo gibt's denn hier Vulkane?" am Wilden Stein vorgestellt
Das Heft „Wo gibt’s denn hier Vulkane?“ zeigt, wo man in der Region die Spuren früherer Vulkane noch heute entdecken kann – von Lavaströmen über Schlackengestein bis zu Schloten, wo vor Millionen Jahren Magma aufgestiegen ist.
Die erweiterte Neuauflage bietet eine höhere Bildqualität und zwei neue spannende Lokalitäten: die Salzquellen von Bad Salzhausen und den Wilden Stein von Büdingen, der einst wichtige Belege zur Entstehung des Basalts lieferte.
Vorgestellt wurde das Heft am Wilden Stein – mit Beteiligung von Bürgermeister Benjamin Harris und Arnika Haury von der Stadt Büdingen sowie Bildautorinnen und -autoren der DVG Sektion Vogelsberg. Es richtet sich an alle, die Erdgeschichte auch ohne Vorkenntnisse entdecken möchten.
Erhältlich bei den Tourist-Infos Infos in Büdingen, Bad Salzhausen, Gedern, im Vulkaneum Schotten sowie im Infozentrum am Hoherodskopf für 8 €.
Die komplette Presseinfo ist hier zu lesen:
Neuauflage "Wo gibt's denn hier Vulkane?"
Juli 2026
Themenwochenende Archäologie: Stein
Die Keltenwelt am Glauberg veranstaltete am 4. und 5. Juli ein Themenwochenende Stein, bei dem verschiedene Angebote rund um das Thema "Stein" und "Steinbearbeitung" im Garten der Keltenwelt präsentiert wurden. Die DVG Sektion Vogelsberg war zusammen mit dem Verein Freunde des Steinbruchs Michelnau e.V. mit einem Doppel-Infostand vertreten. Am DVG-Stand wurde neben dem Gesteins-Memospiel eine regionale Gesteinsauswahl präsentiert, die um lokale Stücke erweitert war (Rotliegend-Gestein, weißer Sandstein, Eisenerz aus Sandstein). Das Infomaterial bezog sich auch auf interessante Geotope der Region. Am benachbarten Stand wurde mit dem Steinbruch Michelnau ein Geotop mit seinem Gestein und der Abbaugeschichte näher vorgestellt.
Durch die Bereitschaft einer Reihe von DVG-Mitgliedern bei der Besetzung des Infostands zu unterstützen (vielen Dank dafür!), konnten die Zeiten an beiden Tagen gut abgedeckt werden und es ergaben sich auch interessante Kontakte zu anderen Beteiligten der Veranstaltung. Wir danken auch der Keltenwelt für die Einladung zu dem Themenwochenende!
Die folgenden Fotos stammen von Lothar Noll, Lothar Riemann, Michael Barth und Kerstin Bär.
Neben anderen Gesteinen aus der Region war auch der porenreiche Basalt im Fokus, der im Vogelsberg als "Lungstein" bezeichnet wird. Er wurde schon zur Zeit der Kelten zur Herstellung von Mahlsteinen verwendet. Als Blickfang diente ein mittelalterlicher Rohling vom Glauberg. Für keltische Schiebemühlen, sogenannte Reibsteine, gibt es einen Meldeaufruf.
Als zusätzliches Angebot gab es an beiden Tagen Führungen der DVG. Dabei waren die regionalen Gesteine Thema, wie die unterschiedlich gefärbten Sandsteine, die zur Herstellung der Statue des Keltenfürsten verwendet wurden. Insbesondere ging es aber um die Basalte des Glaubergs. In dem kleinen Steinbruch, der am Weg zum Plateau liegt, sind Lavaströme zu sehen, die dünnflüssig waren und viele Poren besitzen. Sie entsprechen einem Basalt, der auch "Lungstein" genannt wird und der schon in der keltischen Eisenzeit genutzt wurde. Der Vergleich mit Bildern heutiger Lavaströme zeigte deutlich, welche charakteristischen Unterschiede zwischen dünn- und zähflüssigen Lavaströmen bestehen.
Auf dem Plateau ist ein anderer Basalt zu finden, der dicht ist und teilweise durch "Sonnenbrenner" zerfällt. An einer Felswand ist in diesem Hartbasalt außerdem eine interessante Klüftung zu sehen. Solcher Basalt lässt sich als zähflüssiger Lavastrom interpretieren.
Vom Plateau aus hatte man auf dem Rückweg noch einen Fernblick nach Frankfurt. Bis dorthin sind dünnflüssige Lavaströme des Vogelsbergs geflossen.
Mai 2026
Flechten und Moose auf Gestein - DVG-Exkursion bei Münzenberg
Die Gesteinsblöcke der Steinberge bei Münzenberg wurden 2025 als Geotop des Jahres ausgewählt. Sie zeichnen sich durch einen besonderen Bewuchs aus.
Für Ende Mai hatte die DVG Sektion Vogelsberg zusammen mit der NABU-Gruppe Stadt Münzenberg und der Arbeitsgemeinschaft Traiser Steinberg zu einer flechten- und mooskundlichen Exkursion eingeladen. Eine sehr interessierte Gruppe traf sich mit Dipl.-Biol. Dietmar Teuber an den Steinbergen.
Ein Bericht zur Exkursion ist hier zu finden: Exkursions-Bericht
Ankündigung Mai 2026
Mehr als Rhön und Vogelsberg
- Geologie rund um Fulda -
Vom 8.-12. September 2026 findet die diesjährige Tagung des Oberrheinischen Geologischen Vereins (OGV) in Fulda statt. Kooperationspartner der Tagung sind der Verein für Naturkunde in Osthessen (VNO) und die Sektion Vogelsberg der Dt. Vulkanologischen Gesellschaft (DVG).
Im Sommer erscheint der zugehörige Tagungsband, in dem insbesondere die verschiedenen Exkursionen beschrieben sind. (Das Titelbild von M. Wittig zeigt den Blick von der Abtsrodaer Kuppe nach Norden.)
Nach 2 Führungen zum Auftakt und einem Vortragstag in Fulda werden insgesamt 9 ganztägige Exkursionen angeboten. Diese führen in Rhön und Vogelsberg, aber auch in das dazwischenliegende Fulda-Lauterbacher Grabensystem sowie ins Ruhlaer Kristallin. Weitere Informationen und Anmeldeunterlagen stehen unter https://ogv-online.de/tagungsvorschau
Mai 2026
Erweitertes Vulkanmodell im Vulkaneum
Das von der DVG in Zusammenarbeit mit dem Vulkaneums-Team entwickelte Vulkanmodell "Drei Vulkane im Detail" wurde um bestimmte Effekte erweitert. Einer der drei Vulkane stellt einen explosiv ausbrechenden Schlackenkegel dar. Mit Knopfdruck können das Magma im Schlot und die ausgeworfenen vulkanischen Bomben zum Glühen gebracht werden.
Nun laufen die "Ausbrüche" des Vulkans in mehreren Phasen ab. Zuerst beginnt der Vulkan zu "grollen", ähnlich einem Erdbeben, dann steigt das Magma im Schlot auf - und schließlich leuchten die Bomben.
Die Initiative zu dieser Erweiterung hatte Hans Dieter Herget ergriffen, der sowohl Mitglied der DVG Sektion Vogelsberg als auch des Fördervereins Vulkaneum ist. Im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung fand jetzt eine Vorstellung des Modells mit der Erweiterung statt. Mitglieder von DVG, Förderverein und alle Interessierten waren zu dieser Präsentation eingeladen, die auch mit einer Sonderführung verbunden war.
Ein ausführlicher Bericht ist hier zu finden: Päsentation des erweiterten Vulkanmodells
Hier sind die verschiedenen Beteiligten und einige Hintergründe zur Geschichte des Modells erwähnt.
Außerdem wurde an dem Abend ein Video gedreht, das hier online ist (youtube): Video-Impessionen
Erläuterungen zum Modell mit den verschiedenen interaktiven Elementen (z.B. Suchkarten) gibt es auf einer eigenen Seite (Das Vulkanmodell im Vulkaneum).
Unten finden Sie noch ein paar Foto-Impressionen vom Umbau des Modells und vom Abend der Präsentation.
Beim Umbau musste auch die Beleuchtung verändert werden.
Der Abend der Vorstellung des erweiterten Vulkanmodells fand das Interesse einiger Gäste
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