AKTUELLES
Tag des Geotops in Ulrichstein: Weit oben und tief unten
Am 20. September wird der Tag des Geotops mit einem Tagesprogramm in Ulrichstein stattfinden.
Beteiligt sind neben der DVG Sektion Vogelsberg die Stadt Ulrichstein, das Museum im Vorwerk, das Team des Vogelsberggartens und weitere Initiativen.
Das Gesamtprogramm mit dem Ablauf, allen Informationen zu Vorträgen und Führungen und Hinweisen zur Anfahrt und Parkmöglichkeiten steht hier in einem Dokument zum Download bereit:
Programm Tag des Geotops 2026
Vor Ort werden für die verschiedenen Führungen vor allem die Seiten 5 und 6 nützlich sein.
Zentraler Tagungsort ist das Museum im Vorwerk in Ulrichstein.
Die Parkplätze am Museum (Hauptstr. 33) stehen Ausstellern sowie Gästen mit Einschränkungen zur Verfügung.
Die übrigen Gäste nutzen bitte den Parkplatz am Rathaus (Marktstr. 28), der 600 m entfernt liegt.
Eine Übersichtskarte ist im Dokument (s.o.) enthalten.
Ein Kleinbus wird am Vormittag zwischen Rathaus und Museum pendeln.
Am Vormittag wird es zwei Vorträge geben, am Nachmittag verschiedene Führungen auf dem Schlossberg.
Der Kleinbus pendelt am Nachmittag zwischen Museum, Schlossberg und Parkplatz am Rathaus.
Eine Voranmeldung zu Führungen ist dieses Jahr nicht nötig. (Auch eine Vorab-Reservierung ist nicht vorgesehen.)
Programm:
10.00 Uhr Begrüßung und Organisatorisches
10.30 Uhr Vortrag:
Böden des Vogelsbergs - geprägt von Vulkanismus, Eiszeit und Mensch
(Prof. Dr. Heinrich Thiemeyer)
11.15 Uhr Vortrag:
Die Forschungsbohrung 1996 - Tiefe Einblicke in das Vulkangebiet
(Andreas Rüb, Kerstin Bär)
12.00 Uhr Mittagspause (Essen und Getränke - Angebote s.u.)
ab ca. 12.30 Uhr Infotische im Museum im 1. Stock (s.u.)
+ Sonderausstellung zu Felsmalereien im Erdgeschoss
ab 13.30 Uhr Führungen zu verschiedenen Themen (s.u.)
auf dem Schlossberg und im Museum
Am Nachmittag: Kaffee und hausgemachte Kuchen (s.u.)
Der 20. September ist auch Weltkindertag!
Kinder können mit Startpunkt Museum eine "Schlossberg-Rallye" machen.
Den Quizzettel gibt es am DVG-Infostand.
Bei richtiger Beantwortung der Quizfragen gibt es eine interessante Probe Vulkangestein zur Auswahl:
Es ist ein Stück von einem Lavastrom des Vogelsbergs; in den Gasblasen sind Kristalle gewachsen.
Folgende Führungen werden am Nachmittag angeboten:
1. Der Vogelsberggarten - ein botanisches Kleinod mit großer Vielfalt (Richard Golle)
2. Burg und Schloss Ulrichstein - eine Spurensuche im Gelände (Volker Hess)
3. Aus Stein wird Eisen - Vorkommen und Verarbeitung von Eisenerz (Projektgruppe Erzweg)
4. Der Michelnauer Stein und seine Verwendung (Freunde des Steinbruchs Michelnau)
5. Der Schlossberg-Schlot und andere Schlote und Spalten der Umgebung (Andreas Rüb)
6. Verwitterung und ihre Einflüsse auf die Vogelsberg-Landschaft (Kerstin Bär)
7. Stadtgeschichte Ulrichstein (Susanne Zejewski-Dützer, Museum)
Führung Nr. 1 bis 6 findet auf dem Schlossberg statt.
Nr. 1 hat 80 min (wird 3x angeboten) , die Führungen 2 bis 6 haben ca. 35 min und starten alle 45 min (werden 3x bzw. 4x angeboten).
Nr. 7 ist eine Führung im Museum mit 30 min (wird 2x angeboten)
Startpunkte und Startzeiten aller Führungen sind in einer Übersicht zusammengefasst.
Die Übersicht (Karte/Liste mit Zeiten) steht oben im Dokument zum Download zur Verfügung - dort S. 5+6.
Infotische und Infostände (im Museum 1. Stock)
gibt es von folgenden Organisationen und Initiativen:
Sektion Vogelsberg der DVG e.V.
Geopark Vulkanregion Vogelsberg
Förderverein MUNA-Museum Grebenhain e. V.
Freunde des Steinbruchs Michelnau e.V.
Projektgruppe Erzweg
Verein für Naturkunde in Osthessen (VNO) e.V.
Mittags- und Nachmittags-Angebot
Essen und Getränke werden komplett vom Verein Museum im Vorwerk e.V. bereitgestellt.
Vegetarisches Chili, Laugenbretzeln und Schmalzbrote
Hausgemachter Kuchen, Kaffee und alkoholfreie Getränke
Sie werden gegen Spende fürs Museum abgegeben.
Alle übrigen Angebote am Tag des Geotops sind kostenfrei.
Die Beteiligten freuen sich auf viele interessierte Gäste!
Neuauflage "Wo gibt's denn hier Vulkane?" am Wilden Stein vorgestellt
Das Heft „Wo gibt’s denn hier Vulkane?“ zeigt, wo man in der Region die Spuren früherer Vulkane noch heute entdecken kann – von Lavaströmen über Schlackengestein bis zu Schloten, wo vor Millionen Jahren Magma aufgestiegen ist.
Die erweiterte Neuauflage bietet eine höhere Bildqualität und zwei neue spannende Lokalitäten: die Salzquellen von Bad Salzhausen und den Wilden Stein von Büdingen, der einst wichtige Belege zur Entstehung des Basalts lieferte.
Vorgestellt wurde das Heft am Wilden Stein – mit Beteiligung von Bürgermeister Benjamin Harris und Arnika Haury von der Stadt Büdingen sowie Bildautorinnen und -autoren der DVG Sektion Vogelsberg. Es richtet sich an alle, die Erdgeschichte auch ohne Vorkenntnisse entdecken möchten.
Erhältlich bei den Tourist-Infos Infos in Büdingen, Bad Salzhausen, Gedern, im Vulkaneum Schotten sowie im Infozentrum am Hoherodskopf für 8 €.
Die komplette Presseinfo ist hier zu lesen:
Neuauflage "Wo gibt's denn hier Vulkane?"
Themenwochenende Archäologie: Stein
Die Keltenwelt am Glauberg veranstaltete am 4. und 5. Juli ein Themenwochenende Stein, bei dem verschiedene Angebote rund um das Thema "Stein" und "Steinbearbeitung" im Garten der Keltenwelt präsentiert wurden. Die DVG Sektion Vogelsberg war zusammen mit dem Verein Freunde des Steinbruchs Michelnau e.V. mit einem Doppel-Infostand vertreten. Am DVG-Stand wurde neben dem Gesteins-Memospiel eine regionale Gesteinsauswahl präsentiert, die um lokale Stücke erweitert war (Rotliegend-Gestein, weißer Sandstein, Eisenerz aus Sandstein). Das Infomaterial bezog sich auch auf interessante Geotope der Region. Am benachbarten Stand wurde mit dem Steinbruch Michelnau ein Geotop mit seinem Gestein und der Abbaugeschichte näher vorgestellt.
Durch die Bereitschaft einer Reihe von DVG-Mitgliedern bei der Besetzung des Infostands zu unterstützen (vielen Dank dafür!), konnten die Zeiten an beiden Tagen gut abgedeckt werden und es ergaben sich auch interessante Kontakte zu anderen Beteiligten der Veranstaltung. Wir danken auch der Keltenwelt für die Einladung zu dem Themenwochenende!
Die folgenden Fotos stammen von Lothar Noll, Lothar Riemann, Michael Barth und Kerstin Bär.
Neben anderen Gesteinen aus der Region war auch der porenreiche Basalt im Fokus, der im Vogelsberg als "Lungstein" bezeichnet wird. Er wurde schon zur Zeit der Kelten zur Herstellung von Mahlsteinen verwendet. Als Blickfang diente ein mittelalterlicher Rohling vom Glauberg. Für keltische Schiebemühlen, sogenannte Reibsteine, gibt es einen Meldeaufruf.
Als zusätzliches Angebot gab es an beiden Tagen Führungen der DVG. Dabei waren die regionalen Gesteine Thema, wie die unterschiedlich gefärbten Sandsteine, die zur Herstellung der Statue des Keltenfürsten verwendet wurden. Insbesondere ging es aber um die Basalte des Glaubergs. In dem kleinen Steinbruch, der am Weg zum Plateau liegt, sind Lavaströme zu sehen, die dünnflüssig waren und viele Poren besitzen. Sie entsprechen einem Basalt, der auch "Lungstein" genannt wird und der schon in der keltischen Eisenzeit genutzt wurde. Der Vergleich mit Bildern heutiger Lavaströme zeigte deutlich, welche charakteristischen Unterschiede zwischen dünn- und zähflüssigen Lavaströmen bestehen.
Auf dem Plateau ist ein anderer Basalt zu finden, der dicht ist und teilweise durch "Sonnenbrenner" zerfällt. An einer Felswand ist in diesem Hartbasalt außerdem eine interessante Klüftung zu sehen. Solcher Basalt lässt sich als zähflüssiger Lavastrom interpretieren.
Vom Plateau aus hatte man auf dem Rückweg noch einen Fernblick nach Frankfurt. Bis dorthin sind dünnflüssige Lavaströme des Vogelsbergs geflossen.
Flechten und Moose auf Gestein - DVG-Exkursion bei Münzenberg
Die Gesteinsblöcke der Steinberge bei Münzenberg wurden 2025 als Geotop des Jahres ausgewählt. Sie zeichnen sich durch einen besonderen Bewuchs aus.
Für Ende Mai hatte die DVG Sektion Vogelsberg zusammen mit der NABU-Gruppe Stadt Münzenberg und der Arbeitsgemeinschaft Traiser Steinberg zu einer flechten- und mooskundlichen Exkursion eingeladen. Eine sehr interessierte Gruppe traf sich mit Dipl.-Biol. Dietmar Teuber an den Steinbergen.
Ein Bericht zur Exkursion ist hier zu finden: Exkursions-Bericht
Mehr als Rhön und Vogelsberg
- Geologie rund um Fulda -
Vom 8.-12. September 2026 findet die diesjährige Tagung des Oberrheinischen Geologischen Vereins (OGV) in Fulda statt. Kooperationspartner der Tagung sind der Verein für Naturkunde in Osthessen (VNO) und die Sektion Vogelsberg der Dt. Vulkanologischen Gesellschaft (DVG).
Im Sommer erscheint der zugehörige Tagungsband, in dem insbesondere die verschiedenen Exkursionen beschrieben sind. (Das Titelbild von M. Wittig zeigt den Blick von der Abtsrodaer Kuppe nach Norden.)
Nach 2 Führungen zum Auftakt und einem Vortragstag in Fulda werden insgesamt 9 ganztägige Exkursionen angeboten. Diese führen in Rhön und Vogelsberg, aber auch in das dazwischenliegende Fulda-Lauterbacher Grabensystem sowie ins Ruhlaer Kristallin. Weitere Informationen und Anmeldeunterlagen stehen unter https://ogv-online.de/tagungsvorschau
Mai 2026
Erweitertes Vulkanmodell im Vulkaneum
Das von der DVG in Zusammenarbeit mit dem Vulkaneums-Team entwickelte Vulkanmodell "Drei Vulkane im Detail" wurde um bestimmte Effekte erweitert. Einer der drei Vulkane stellt einen explosiv ausbrechenden Schlackenkegel dar. Mit Knopfdruck können das Magma im Schlot und die ausgeworfenen vulkanischen Bomben zum Glühen gebracht werden.
Nun laufen die "Ausbrüche" des Vulkans in mehreren Phasen ab. Zuerst beginnt der Vulkan zu "grollen", ähnlich einem Erdbeben, dann steigt das Magma im Schlot auf - und schließlich leuchten die Bomben.
Die Initiative zu dieser Erweiterung hatte Hans Dieter Herget ergriffen, der sowohl Mitglied der DVG Sektion Vogelsberg als auch des Fördervereins Vulkaneum ist. Im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung fand jetzt eine Vorstellung des Modells mit der Erweiterung statt. Mitglieder von DVG, Förderverein und alle Interessierten waren zu dieser Präsentation eingeladen, die auch mit einer Sonderführung verbunden war.
Ein ausführlicher Bericht ist hier zu finden: Päsentation des erweiterten Vulkanmodells
Hier sind die verschiedenen Beteiligten und einige Hintergründe zur Geschichte des Modells erwähnt.
Außerdem wurde an dem Abend ein Video gedreht, das hier online ist (youtube): Video-Impessionen
Erläuterungen zum Modell mit den verschiedenen interaktiven Elementen (z.B. Suchkarten) gibt es auf einer eigenen Seite (Das Vulkanmodell im Vulkaneum).
Unten finden Sie noch ein paar Foto-Impressionen vom Umbau des Modells und vom Abend der Präsentation.
Beim Umbau musste auch die Beleuchtung verändert werden.
Der Abend der Vorstellung des erweiterten Vulkanmodells fand das Interesse einiger Gäste
.
Geschenke
Mit Geschenken ist es nicht ganz einfach.
Mit denen, die wir bekommen und mit denen, die wir machen.
Manche sind übertrieben, so dass es den Beschenkten peinlich ist.
Manche werden nur gemacht, weil wir meinen, etwas schenken zu müssen.
Ein wirklich passendes Geschenk ist ein Glücksfall.
Auch die Vulkane schenken uns manches.
Die gerade aktiven Vulkane schenken uns beindruckende Bilder,
die uns wissen lassen, dass das Innere der Erde glühend-heiß ist.
(Auch bei den Vulkanen übertreiben manche.)
Sie schenken uns eigentümliche, junge Landschaften,
mit Formen, wie sie nur Vulkane bauen können.
Ein Gestein, das nicht von den Vulkanen selbst stammt,
sondern das sie aus der Tiefe mitgebracht haben,
Gestein aus dem Erdmantel, wird meist übersehen,
liegt unbeachtet auf Wegen und Plätzen.
Ein Geschenk, das sich nicht aufdrängt,
das wir auch liegen lassen können,
- oder kurz betrachten und wieder hinlegen,
so dass es vielleicht noch andere entdecken.
Eine Geschichte für Kinder zum Thema Erdmantel-Gestein im Basalt ist hier zu finden:
Olli erzählt (ganz unten auf der Seite, Audio).
































