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2025

 
Geschenke

Mit Geschenken ist es nicht ganz einfach.
Mit denen, die wir bekommen und mit denen, die wir machen.
Manche sind übertrieben, so dass es den Beschenkten peinlich ist.
Manche werden nur gemacht, weil wir meinen, etwas schenken zu müssen.
Ein wirklich passendes Geschenk ist ein Glücksfall.

Paricutin 1946 (Quelle: USGS)

Auch die Vulkane schenken uns manches.
Die gerade aktiven Vulkane schenken uns beindruckende Bilder, 
die uns wissen lassen, dass das Innere der Erde glühend-heiß ist.
(Auch bei den Vulkanen übertreiben manche.)
Sie schenken uns eigentümliche, junge Landschaften, 
mit Formen, wie sie nur Vulkane bauen können.

Erdmantel-Gestein im Basaltschotter

Alte Vulkane, ermöglichen uns Blicke in ihr Inneres.
Sie schenken uns Minerale, die schön sind und Sammler begeistern,
oder Gesteine, die interessant sind und ihre Geschichte erzählen.


Manche davon sind für uns auch nützlich – Pflaster, Mauern, Schotter…

 

 

Erdmantel-Gestein näher betrachtet

Ein Gestein, das nicht von den Vulkanen selbst stammt,
sondern das sie aus der Tiefe mitgebracht haben,
Gestein aus dem Erdmantel, wird meist übersehen,

liegt unbeachtet auf Wegen und Plätzen.


Ein Geschenk, das sich nicht aufdrängt,
das wir auch liegen lassen können,
- oder kurz betrachten und wieder hinlegen,
so dass es vielleicht noch andere entdecken.

 

 

Eine Geschichte für Kinder zum Thema Erdmantel-Gestein im Basalt ist hier zu finden: 
Olli erzählt (ganz unten auf der Seite, Audio).

 

 

 
DVG-Kalender 2026
Der DVG-Kalender 2026 mit Fotos des Beirats ist seit Ende 2025 verfügbar

Zum Ende des Jahres wurde ein neuer Kalender als Jahresgabe an die Mitglieder der DVG verteilt. Er zeigt Fotos, die diesmal die Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats der DVG geliefert haben.

Informationen zu den Bildern wurden auf der Homepage des DVG-Hauptvereins zusammengestellt. So sind hier nicht nur interessante Orte oder Momente festgehalten, sondern es lässt sich auch genauer nachvollziehen, was auf den Bildern zu sehen ist und was die Bildautoren daran besonders bemerkenswert finden. Hier geht zur Seite: Bild-Informationen

Wenige Exemplare des Kalenders sind noch verfügbar und bei der Sektion Vogelsberg (Kontakt) erhältlich.

 

 

Nachtrag im Dez. 2025

Führung zum Löss-Profil bei Münzenberg

 

Am 19. Oktober 2025 fand in Münzenberg eine Führung zu einem Löss-Profil in der alten Ziegelei statt. Prof. Dr. Markus Fuchs von der Universität Gießen war dazu mit seinem Mitarbeiter, Dr. Thomas Kolb, nach Münzenberg gekommen. Nach vielen Jahren der Arbeit vor Ort und mehreren Tagungen, bei denen dieses Profil besucht wurde, war es sein Anliegen auch den Bürgerinnen und Bürgern Auskunft darüber geben. Bürgermeisterin Dr. Isabell Tammer hatte dies ebenfalls angeregt und war mit dabei. 

Prof. Dr. Fuchs erläuterte die regionale Situation anhand von Karten. (Foto: Michael Barth)

Treffpunkt und Beginn der Führung war bei der Burg, von wo aus ein guter Überblick über die umgebende Landschaft möglich ist. Prof. Fuchs erläuterte zunächst, dass die Physische Geographie, die er hier vertritt, sich mit den Oberflächenformen der Erde beschäftigt. Eine Geologische Übersichtskarte verdeutlichte die regionale Lage mit Vogelsberg, Rheinischem Schiefergebirge und der Wetterau. Eine Karte zu Löss und Flugsand zeigte die Verbreitung dieser jungen Sedimente, die durch Wind transportiert und abgelagert wurden. Dabei ist insbesondere der staubfeine Löss auch ein Archiv der Vergangenheit. 

Sand, Schluff und Ton besitzen verschiedene Charakteristika, wobei der Schluff im Löss die dominierende Korngröße ist. Aus Löss entwickelten sich im allgemeinen sehr fruchtbare Böden, die in Mitteleuropa schon seit ca. 7500 Jahren ackerbaulich genutzt werden. Die Bodenerosion wurde dadurch gefördert. Am Hang wurde der Boden abgetragen und im Hangfußbereich abgelagert. Abtragung und Ablagerung haben Beträge von bis zu 4 m erreicht, so dass sich die ursprünglichen Reliefunterschiede verringerten. Vom Wehrgang hatten die Teilnehmenden der Führung die Gelegenheit, die heute sehr flachwellige Landschaft der Wetterau zu überblicken, die sich dadurch ergeben hat.

Vom Wehrgang war ein Blick über die flachwellige Wetterau möglich. (Foto: Bernd Göttmann)

Anschließend ging es von der Burg über einen Weg ins freie Feld. Dort war das Thema, unter welchen Umweltbedingungen sich Löss bildet. Heute entsteht in der Wetterau kein Löss, was auch mit dem Bewuchs zusammenhängt. Zur Löss-Entstehung sind vegetationsfreie oder nur schütter bewachsene Flächen nötig sowie Wind. Solche Bedingungen gab es während „der Eiszeit“. (Dass es mehrere Kaltzeiten waren, die von Warmzeiten unterbrochen wurden, ergab sich später deutlicher am Löss-Profil.) Breite Flussläufe mit Schotter, führten nach der Schneeschmelze wenig Wasser und von dort wurde Staub ausgeweht. Die genauen Liefergebiete sind nicht überall geklärt. Neben Rhein und Main sind andere Flüsse wie hier die Wetter anzunehmen. Die Hauptwindrichtung war, wie in heutiger Zeit, von Westen. Auch während der Führung war oben auf dem Weg ein starker Wind ungefähr aus Westen für alle Teilnehmenden deutlich (und durch die niedrigen Temperaturen auch unangenehm). 

Eine Ablagerung von Material findet weniger auf Anhöhen statt, sondern dahinter in Lee-Lage, also östlich von Anhöhen, wo die Windgeschwindigkeit geringer ist. Zu den Distanzen, die Sand und Schluff verweht werden können, gab es verschiedene Hinweise. Sand wird relativ nah abgelagert. Dagegen kann Schluff, wenn er bis in die höhere Atmosphäre gelangt, sehr weit transportiert werden. Sahara-Staub erreicht zeitweise Mitteleuropa und auch nach Südamerika wird Staub aus Afrika verweht. Die Gruppe folgte dann über einen seitlich abgehenden Weg zu einer Wiese östlich unterhalb der Anhöhe.

Die Windrichtung war auch zur Zeit der Löss-Ablagerung aus West. (Foto: Kerstin Bär)
Die Gruppe folgte in den Bereich in der Lee-Lage unterhalb der Anhöhe. (Foto: Kerstin Bär)

Am Standort unterhalb der Anhöhe war kein Wind festzustellen, was sehr eindrucksvoll die unterschiedliche Situation verdeutlichte. In diesem Bereich lag die ehemalige Ziegelei. Uwe Müller aus Münzenberg konnte historische Informationen zur Ziegelei beitragen. Die Ziegel wurden im Feldbrand hergestellt und „Russen“ genannt, wovon sich auch eine Bezeichnung der damaligen Betreiberfamilie als „Russebrenner“ ableitete. Der Bereich des Hanges und der Abraumhalden ist heute mit Gehölzen bewachsen und eine städtische Fläche. 

Im Hangbereich lag die ehemalige Ziegelei, wo das Löss-Profil besucht wurde. (Foto: Kerstin Bär)

Hinweise auf ein historisches Löss-Profil in der Ziegeleigrube gab es in alten Veröffentlichungen. Genau konnte diese Stelle leider nicht zugeordnet werden, aber ungefähr in diesem Bereich wurde von der Arbeitsgruppe der Geographen ein neues Profil angelegt.

Umfangreiche Arbeiten mit Bewegung einer großen Menge von Material waren nötig, um die vielen Meter der Abfolge freizulegen, so dass sie wissenschaftlich untersucht werden kann. Die Basis der Wand war durch die Arbeitsgruppe noch weiter aufgegraben worden, so dass das Profil zwischenzeitlich etwa eine Höhe von 12 m hatte. Der tiefste Bereich ist jetzt wieder mit Material zugefallen.

Die Wand erschließt inzwischen viele Meter des interessanten Profils. (Foto: Bernd Göttmann)

Für Veranstaltungen, wie wissenschaftliche Tagungen, muss das Profil jeweils vorab „geputzt“ werden, da sich auf der Oberfläche der Wand eine Art „Tapete“ bildet. Es ist ein Bewuchs von Algen und Moosen, durch den viele der undeutlicheren Strukturen nicht erkennbar sind. 

Da das Putzen viele Tage mit einigen Personen in Anspruch nimmt, war das Profil vor der Führung nicht geputzt worden. Erkennbar war aber, dass es in der Wand verschiedene Abschnitte gibt. 

Löss hat direkt nach der Ablagerung aus der Luft keine zu erkennende interne Schichtung. Es kommt aber teilweise zu Umlagerungen, also sekundärem Transport. Dazu zählt das sogenannte Bodenfließen (Solifluktion), das in den Kaltzeiten bei Permafrost mit oberflächlich auftauenden Böden stattgefunden hat. Auch Bodenbildungsprozesse inkl. der Bildung von Tonmineralen, führen zu Veränderungen im Löss. Diese finden vor allem in Warmzeiten statt und ganz unten in der Wand war bei der Führung ein tonreicher Abschnitt gut nachvollziehbar, weil er sich auch durch eine rötliche Farbe abhebt. Prof. Fuchs führte aus, dass es sich unten eigentlich um zwei bis drei Böden handelt, die in vermutlich mehreren Warmzeiten entstanden sind.

Zum Alter verschiedener Schichten konnte früher oft nur eine relative Bestimmung erfolgen (untere Schichten sind älter als obere Schichten). Durch seine Arbeitsgruppe wurden für das Münzenberger Profil erstmals numerische Datierungen durchgeführt. Es handelt sich um Lumineszenz-Datierungen, über die sich der Ablagerungszeitpunkt von Sedimenten bestimmen lässt. In der Wand waren Stellen erkennbar, wo Proben für die Datierung genommen wurden.

Nach den Ergebnissen der Datierung ist der unterste Teil der Abfolge etwa 300 000 Jahre alt. 

Der jüngste Abschnitt wurde vor etwa 15 000 Jahren abgelagert. (Danach war das Klima für eine Bildung von Löss ungünstig.) Etwas unter diesem zuletzt gebildeten, obersten Löss lässt sich der sogenannte Eltviller Tuff nachweisen, der eine bekannte Zeitmarke ist - wobei ihm bisher kein Vulkan eindeutig zugeordnet werden konnte. 

Eine neue Erkenntnis ist, dass in dem Profil von Münzenberg die Ablagerungen von etwa 100 000 Jahren fehlen, was auf Erosion während einer Kaltzeit zurückzuführen ist.

Für die unteren Schichten liegen Datierungen von etwa 300 000 Jahren vor. (Foto: Uwe Müller)

Ein Überblick über die Vergangenheit ergibt sich aus Vergleichen mit anderen Standorten in Mitteleuropa und darüber hinaus, z.B. bis in die Ukraine. Aufgrund seiner Lage ist das Münzenberger Profil ein wichtiger Baustein zur Erforschung der jüngsten Erdgeschichte und es konnten bei der Führung ein Teil der Ergebnisse von 5 Jahren Forschungsarbeit präsentiert werden.

 

Es folgten noch Fragen der Teilnehmenden, die z.B. die gebildeten „Lößkindel“ (Kalk-Konkretionen) betrafen und die mögliche Zuordnung der untersten Böden zu einer der bekannten Warmzeiten. Es wurde aber auch nach weitergehenden Schlussfolgerungen gefragt, die sich aus der Forschung ergeben. Hier erwähnte Prof. Fuchs beispielhaft die Reduzierung von Erosion als wichtiges Ziel, sowie zunehmend bessere Kenntnisse über die Klimageschichte, die eine Trennung von natürlichem und anthropogenem Klimawandel ermöglichen. Daraus ergibt sich der konkrete Hinweis, dass z.B. der Ausstoß klimawirksamer Gase so weit es geht vermieden werden sollte. 

Die Gruppe dankte Prof. Fuchs für die vielen interessanten und anschaulichen Informationen. Eine Flasche Wein war zusätzlich als kleiner Dank für sein Engagement gedacht. Dass es ein Terroir-Wein war, der auf Löss angebaut wurde, freute ihn besonders. Die Gruppe trat dann den Rückweg an, wobei ein paar der Teilnehmenden mit Prof. Fuchs vorher noch kurz einen näheren Blick auf die Wand warfen.

Auch die nähere Betrachtung war für einige Teilnehmende spannend. (Foto: Michael Barth)
 

 

Mitgliederversammlung in Ulrichstein am 18.10.2025

Treffpunkt zum Vorprogramm war das Museum im Vorwerk, wo das Museumsteam Kaffee und Kuchen angeboten hatte. Zunächst führte Andreas Rüb eine kleine Gruppe zum Schlossberg und erläuterte sowohl regionale wie geologische Hintergründe; bei schönem Wetter hatte man einen guten Fernblick nach Norden. Im Anschluss gab es einen kurzen Rundgang durch das Museum, insbesondere haben wir uns den geologischen Teil angeschaut und die Infowand zur Forschungsbohrung diskutiert.

Später fand dann die formale Versammlung im Nebenraum einer Gaststätte statt. Das Leitungsteam informierte über die Aktivitäten seit der letzten Versammlung und gab einen Ausblick auf das kommende Jahr. Die Entlastung erfolgte einstimmig; Wahlen standen dieses Jahr keine an.

Schlossberg Ulrichstein
Blick vom Schlossberg nach Norden
Geologische Informationen im Museum im Vorwerk
 

 

Info Anfang Oktober 2025

Rückblick zum Tag des Geotops in Münzenberg 2025

Der Tag des Geotops am 21. September bot ein ganztägiges Programm mit breitem Themenspektrum (siehe auch Detailprogramm Anfang September weiter unten). Für den Vormittag waren Mitglieder und Interessierte zu Vorträgen eingeladen und am Nachmittag war nach Anmeldung der Besuch von Führungen und Exkursionen möglich. Hier hatten sich über hundert Personen angemeldet, die bis zu drei Touren buchen konnten. Für die fünf angebotenen Themen gab es überwiegend zwei Termine, so dass insgesamt 180 Plätze in neun Touren zur Verfügung standen. Sie waren vor Beginn der Veranstaltung komplett ausgebucht. 

Trotz des extrem regnerisch angekündigten Wetters ließen sich nur einzelne Personen abschrecken und sagten kurzfristig ab. Die übrigen Gäste stellten sich darauf ein und kamen überwiegend auch schon zum Vormittagsprogramm. Freie Plätze bei den Touren wurden durch spontane Gäste aufgefüllt.

 

Unten sind  viele Fotos zu finden - vor allem zu den Touren. 

Vielen Dank an die Bild-Autorinnen und Autoren! Sie sind jeweils in den erläuternden Texten genannt, die beim Öffnen der Bilder erscheinen. Das funktioniert bei Smartphones zum Teil nicht - oder nicht uneingeschränkt. Zum Betrachten der Bildergalerie mit Texten empfiehlt sich die Nutzung anderer Geräte.

 

Rechts ist eine Übersicht der Bilder zu sehen, die in die engere Wahl kamen. Um die verschiedenen Touren in ähnlichem Umfang zur Geltung zu bringen, konnten nicht alle Fotos, die geeignet waren, Berücksichtigung finden.

 

 

Einige Fotos illustrieren diesen Bericht (Danke an die Bildautoren!) - vor allem bei den Touren draußen gibt es viele Impressionen

Der Vormittag

 

Das Programm des Vormittags, das im Burghotel stattfand, konnte ohne Anmeldung besucht werden. Es begrüßte zunächst Kerstin Bär als Leiterin der Sektion Vogelsberg. Danach hieß Frau Dr. Isabell Tammer als Bürgermeisterin der Stadt Münzenberg die Gäste willkommen und zeigte sich erfreut, dass Münzenberg nicht nur in kultureller, sondern auch in geologischer Hinsicht interessant ist.

Kerstin Bär gab einen Überblick über das Programm, die beteiligten Institutionen und dankte für die vielfältige Unterstützung.

Sie nutzte außerdem diesen Zeitpunkt um mitzuteilen, auf welches Geotop die Wahl zum "Geotop des Jahres" gefallen ist.

Das Burghotel Münzenberg war die zentrale Anlaufstelle am Tag des Geotops, für den dieses Jahr anhaltender Regen prognostiziert war (Foto: M. Barth)
Über 100 Personen hatten sich für den Nachmittag zu Führungen und Exkursionen angemeldet - und die meisten kamen auch schon am Vormittag (Foto: M. Barth)
Nach Sektionsleiterin Kerstin Bär begrüßte Frau Bürgermeisterin Dr. Isabell Tammer die Gäste (Foto: SPAU, L. Pistorius)
Zum Ende de Begrüßung überreichte Kerstin Bär eines der beiden Schilder für das Geotop des Jahres an die Bürgermeisterin (Foto: S. Wagner)

Für das Geotop des Jahres wurden in diesem Jahr zwei Schilder hergestellt. Es sind die Gesteinsblöcke der Steinberge. Da sie in zwei Gemarkungen, nämlich Münzenberg und Trais-Münzenberg, liegen, wurde für beide Gemarkungen ein Schild vorgesehen. Das Gestein der Blöcke stellt geologisch eine Besonderheit dar. Es handelt sich um Ablagerungen aus dem Zeitalter des Tertiärs, die durch hier früher aufsteigende Mineralwässer Mineralisationen erfahren haben. Neben der Bildung von Quarz (Verkieselung) kam es auch zur Abscheidung von Schwerspat und Eisen sowie Mangan. In den Gesteinen sind Gerölle zu finden, die das älteste fossilführende Gestein Hessens darstellen. Bilder sind bei Tour 1 und 4 zu finden.

Frau Dr. Tammer, Bürgermeisterin von Münzenberg,  berichtete, dass sie den besonderen Reiz des Geländes auch selbst schätzt und freute sich über diese Auszeichnung.

 

Die Vorträge ergänzten sich thematisch. Während Prof. Dr. Peter Prinz-Grimm im ersten Vortrag seinen Schwerpunkt auf die Gesteine des Münzenberger Steinbergs legte und hier über  "Erdgeschichte und Geschichten" berichtete, hatte sich Diplom-Geologe Peter Schmidt intensiv mit den anderen Gesteinen rund um Münzenberg befasst und dies für den zweiten Vortrag zusammengefasst.

 

Die Besonderheiten der Gesteine des Münzenberger Steinbergs waren das Thema des Vortrags von Prof. Dr. Prinz-Grimm (Foto: K. Bär)

Der erste Vortrag überraschte zunächst mit historischen Hintergründen zur Untersuchung von Strukturen, die sich in Sandsteinen bilden können, den sogenannten Liesegang'schen Ringen. Sie zeigen auch im Münzenberger Blättersandstein markante Formen, die das Gestein durch Eisen- und Mangan-Ausfällungen orange bis rötliche, aber auch violette Farbtöne unverwechselbar machen. Abdrücke von Blättern und Schildkrötenpanzern zeigen, dass sich bei Münzenberg vor rund 20 Millionen Jahren eine Landschaft ähnlich den heutigen amerikanischen Everglades erstreckt haben muss, wo Gewässer aus dem Hinterland Sande in ein flaches Delta schwemmten.

Auch zur Nutzung der Gesteine gab es anschauliche Beispiele (Foto: M. Barth)

Das Gestein oberhalb des Blättersandsteins ist ebenfalls eigentümlich (siehe auch Tour 1a und b). Es ist ein Konglomerat und enthält Gerölle, die aus einem unbekannten Gebiet stammen, das heute durch Erosion nicht mehr auffindbar ist. Die altersmäßiger Einordnung erfolgte anhand von Trilobiten, einem ausgestorbenen meeresbewohnenden Tierstamm des Erdaltertums. Die gefundenen Trilobiten lebten vor über 400 Millionen Jahren. Die Gerölle bestehen danach aus Quarziten des Ordovizium. Sie sind sehr hart und es wurden rund um Münzenberg Stücke mit Bruchflächen und -kanten gefunden, die nach Einschätzung von Archäologen die ältesten Werkzeuge Hessens sein könnten. Sie sollen von frühen Menschen (Homo erectus) in der Altsteinzeit hergestellt worden sein. Als letztes berichtete Prof. Dr. Peter Prinz-Grimm zu Werkstücken, die aus dem Konglomerat hergestellt wurden und Mühlsteinen ähneln. Ihre Verwendung gibt Rätsel auf, die sich vielleicht durch weitere Funde oder überregionale Vergleiche lösen lassen.

Der Münzenberger Blättersandstein wurde auch am Münzenberger Bahnhof verwendet (Foto: M. Barth)

Das Gestein oberhalb des Blättersandsteins ist ebenfalls eigentümlich (siehe auch Tour 1a und b). Es ist ein Konglomerat und enthält Gerölle, die aus einem unbekannten Gebiet stammen, das heute durch Erosion nicht mehr auffindbar ist. Die altersmäßiger Einordnung erfolgte anhand von Trilobiten, einem ausgestorbenen meeresbewohnenden Tierstamm des Erdaltertums. Die gefundenen Trilobiten lebten vor über 400 Millionen Jahren. Die Gerölle bestehen danach aus Quarziten des Ordovizium. Sie sind sehr hart und es wurden rund um Münzenberg Stücke mit Bruchflächen und -kanten gefunden, die nach Einschätzung von Archäologen die ältesten Werkzeuge Hessens sein könnten. Sie sollen von frühen Menschen (Homo erectus) in der Altsteinzeit hergestellt worden sein. Als letztes berichtete Prof. Dr. Peter Prinz-Grimm zu Werkstücken, die aus dem Konglomerat hergestellt wurden und Mühlsteinen ähneln. Ihre Verwendung gibt Rätsel auf, die sich vielleicht durch weitere Funde oder überregionale Vergleiche lösen lassen.

Peter Schmidt berichtete anhand der "bunten" Geologischen Karte von der faszinierenden Geologie rund um Münzenberg. So sind unter der Altstadt und dem Burghotel Schiefer zu finden, die zum Rheinischen Schiefergebirge gehören. Entlang von Brüchen, geologisch als "Störungen" bezeichnet, liegen hier jüngere Ablagerungen (Tertiär; in der Karte gelb) neben den alten Gesteinen des Devons (in der Karte grau oder braun). An einer solchen Störung ist Magma aufgestiegen und bildet heute eine Kuppe aus Basalt, auf der die Burg steht. Die jüngsten großflächigen Ablagerungen entstanden während der Kaltzeiten, als Staubstürme große Mengen an Gesteinsmehl hinterließen, den Löss. 

Peter Schmidt stellte die Geologie rund um Münzenberg anhand der Geologischen Karte vor (Quelle: Landesamt HLNUG)
Im Vortrag wurde auch der Geologische Garten Münzenberg vorgestellt, der viele der regionalen Gesteine präsentiert (Foto aus der Woche vor dem Tag des Geotops, K. Bär)

Der Vortrag zeigte auch, dass viele erdgeschichtlichen Zeugnisse der Region im Geologischen Garten Münzenberg gesichert und präsentiert werden. (Mehr dazu ist bei Tour 3 zu finden.) Der Ausstellungsraum mit seinen vier spitzen Dächern ist schon von weitem zu sehen. Der Geologische Garten kann nach Vorabsprache von Gruppen besucht werden. Neben dem Initiator Franz Dietrich Oeste steht auch Peter Schmidt als Ansprechpartner zur Verfügung. Am Tag des Geotops war das Außengelände wegen des Regens weniger gut nutzbar, aber bei anderem Wetter (wie hier im Bild an einem der vorausgegangenen Tage) sind auch dort viele Entdeckungen möglich.

Nach den Vorträgen überreichte Kerstin Bär beiden Referenten je ein Präsent (Foto: S. Wagner)

Kerstin Bär bedankte sich bei den beiden Referenten mit je einem Präsent für die interessanten Vorträge, die auch Nicht-Geologen viele Anregungen boten. 

 

Bei den Präsenten handelte sich um "geologischen Wein", also Wein der auf einem bestimmten Untergrund angebaut wird - in diesem Fall um einen Wein vom Löss. Da der Löss von großer Bedeutung ist, aber (außer im Vortrag von Peter Schmidt) am Tag des Geotops nicht vorkam, sollte er so zumindest ein wenig repräsentiert sein.

 

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Auch die Infotische boten ein breites Themenspektrum und waren in den Pausen gut besucht. Die Stadt Münzenberg hatte touristisches Infomaterial bereitgelegt. Die Sektion Vogelsberg bot neben Flyern zu Gesteinen, Geotopen und geotouristischen Angeboten auch einen Blick auf Gesteine rund um Münzenberg darunter den Münzenberger Blättersandstein. Hier hatten Werner Reus und Prof. Dr. Peter Prinz-Grimm schöne Stücke beigesteuert. Peter Schmidt und Kerstin Bär lieferten Basalt, ordivizische Gerölle, devonischen Schiefer und Löss. 

Weitere Infostände wurden von der Firma SPAU aus Münzenberg gestaltet, die Archäologische Untersuchungen und Führungen anbietet, sowie von der Naturschutzgruppe Stadt Münzenberg e.V.,. Beide waren in Touren am Tag des Geotops eingebunden. Ebenfalls vertreten waren die Freunde des Steinbruchs Michelnau e.V. sowie dem Verein für Naturkunde in Osthessen e.V.., die regionale geologische Aspekte vertreten.

 

 

Es gab verschiedene Infotische - am Infotisch der DVG waren Gesteine aus Münzenberg zu finden (Foto: K. Bär)
Die Mittagspause begann um kurz vor 12 Uhr - um 13 Uhr starteten die Touren (Bild: Wikipedia; gemeinfrei)

Ein besonderer Dank gebührt auch dem Team des Burghotels um Philipp und Kathrin Müller. Aufgrund der guten Vorbereitung und schnellen Zubereitung der großen Zahl an Mittagsgerichten war die knapp bemessene Mittagspause für alle Gäste gut einzuhalten. So konnten die frühen Touren um 13 Uhr pünktlich starten und der Zeitplan geriet nicht in Verzug. 

 

Nicht nur für die Vorträge, sondern auch für die Pausen bot das Burghotel einen guten Rahmen, den einige Gäste des Tags des Geotops nutzten.

 

 

 

Tour 1a und b

 

Heute kennt kaum noch jemand die alten Steinbrüche, die westlich der Stadt Münzenberg liegen. Bekannter ist das Gelände oberhalb, wo große Blöcke in einer Schafweide liegen. Prof. Peter Prinz-Grimm der auf die Gesteine des Münzenberger Steinbergs schon in seinem Vortrag eingegangen war, führte zwei Gruppen zu beiden Stellen. Über lange Zeit wurde in den Steinbrüchen ein sehr harter Sandstein mit charakteristischer Färbung abgebaut, der außerdem Blattabdrücke zeigte. Die Mineralisation erfolgte entlang der Kluftflächen, was sich vor Ort gut nachvollziehen lässt. 

Nicht weniger interessant ist das Gestein der großen Blöcke, die etwas höher im Niveau liegen auch Gerölle enthalten. Solches Gestein wird als Konglomerat bezeichnet. Vor Ort konnte gut nachvollzogen werden, dass das Gestein in Schichten abgelagert wurde. 

 

Geotop des Jahres sind die Gesteinsblöcke am Münzenberger und Traiser Steinberg (Foto: K. Bär)

Große Gesteinsblöcke, deren Schichten noch horizontal liegen, sind im oberen Teil des Hanges zu finden. Die unteren Blöcke sind verkippt. Sie alle zeigen grobe Gerölle und ein Teil davon besitzt dunkle Adern. Dies ist das älteste fossilführende Gestein Hessens, ein ordovizischer Quarzit, dessen Herkunft unbekannt ist.

Da auch am Traiser Steinberg (siehe Tour 4) solche Gesteinsblöcke enthält, werden alle diese Gesteinsblöcke gemeinsam als Geotop des Jahres ausgezeichnet.

Eine Exkursionsgruppe besuchte unter Leitung von Prof. Dr. Prinz-Grimm zuerst den noch zugänglichen Teil der Steinbrüche des Münzenberger Blättersandsteins (Foto: K. Bär)
Die großen Konglomerat-Blöcke, die nur wenige Meter höher liegen, sind anders zusammengesetzt (Foto: K. Bär)
Grobe Gerölle sind auffällige Bestandteile und darunter sind besonders alte Quarzite, die Peter Prinz-Grimm hier zeigt (Foto: K. Bär)
Hier gibt es auch "Abdrücke" von ehemaligen Schwerspat-Mineralen, die herausgelöst wurden (Foto: B. Göttmann)
Nicht weit entfernt liegt die Burg Münzenberg, wo dieses Gestein aber trotz der Nähe keine Rolle spielt (Foto: U. d'Amour)
Es wurden solche "Mühlsteine" aus dem Konglomerat hergestellt - die genaue Verwendung ist unbekannt (Foto: W. Seim)

Tour 2a und b

 

Die Burg Münzenberg wurde im Mittelalter unter Verwendung regionaler Gesteine erbaut. Verschiedene Sandsteine und Basalte sind in den Mauern zu finden. Unter Leitung von Cara Kotthaus-Hohendahl von der Firma SPAU und Klaus Tamme von der DVG wurden geschichtliche und geologische Hintergründe diskutiert. Sandstein ließ sich zu imposanten Quadern herrichten, wobei viel Rockenberger Sandstein zum Einsatz kam. Basalt konnte direkt unter der Burg gebrochen werden, Münzenberger Sandstein nicht weit entfernt in Steinbrüchen westlich der Stadt (Ziel von Tour 1a und b). 

Geschichtliche Hintergründe zur Entwicklung der Burg lieferte Cara Kotthaus-Hohendahl (Foto: J. Schneider)
Nachdem die Burgruine über lange Zeit als Steinbruch genutzt wurde, wurden Teilbereiche wieder aufgebaut (Foto: SPAU, L. Pistorius)
Sehr deutlich ist der Kontrast zwischen den unterschiedlichen Gebäuden der Burg - auch bei den Gesteinen(Foto: SPAU, L. Pistorius)
Verschiedene Basalte und Münzenberger Sandstein in einer Mauer (Foto: SPAU, L. Pistorius)
Hier hat sich jemand seine Spuren im Gestein hinterlassen - ähnlich wie das heute auch geschieht (Foto: J. Schneider)
Klaus Tamme erläutert die Geologischen Karte, die die Verbreitung verschiedener Gesteine zeigt (Foto: SPAU, L. Pistorius)

Tour 3b und c

 

Die Touren 3b und c lagen am späten Nachmittag. Hier war für zwei Gruppen ein Besuch des Geologischen Gartens Münzenberg möglich. Franz Dietrich Oeste, der mit seiner Frau Siegrun und mit Peter Schmidt das Gelände betreut, gab bereitwillig Auskunft zu den verschiedenen Gesteinen, die dort von ihm zusammengetragen wurden. Im Außenbereich sind viele große Stücke arrangiert, die das Gelände prägen. In einem Ausstellungsraum mit vier spitzen Türmen werden eher kleine Proben aufbewahrt. Viele davon stammen von Fundorten, die heute nicht mehr zugänglich sind. Sie repräsentieren das geologische Erbe der Region am Westrand des Vogelsbergs. 

Kerstin Bär (DVG) übergibt im Geologischen Garten Münzenberg das Sponsorenschild an Peter Schmidt, Franz Dietrich Oeste und Siegrun Buchholz-Oeste (Foto: M. Barth)

Im Rahmen der Tour 3c wurde auch das Sponsorenschild übergeben. Die DVG Sektion Vogelsberg hatte einen finanziellen Beitrag zur Instandsetzung des Daches des Ausstellungsraums geleistet. Das Sponsorenschild soll diese Unterstützung dokumentieren und auch andere Stellen dazu anregen, diese wertvolle Einrichtung zu erhalten. 

Ein zweites Schild erinnert an den Tag des Geotops 2025, bei dem der Geologische Garten ein besonderes Ziel war.

Der Weg zum Ausstellungsraum führt durch das Außengelände (Foto: D. Steinbach)
Im Außengelände sind Gesteine in Gitterboxen und viele große Blöcke unterschiedlicher Herkunft zu sehen (Foto: D. Steinbach)
Franz Dietrich Oeste zeigt im Ausstellungsraum Mineralisationen in Gesteinen (Foto: K. Bär)
Viele Mineralisationen entstanden durch aufsteigendes Mineralwasser im Grenzbereich zu Grundwasser (Foto: K. Bär)
Die Gäste staunten über die Vielfalt der Sammlung und die unterschiedlichen Entstehungsweisen der Gesteine (Foto: K. Bär)
Es ergaben sich anregende Gespräche, die auch die Zukunft des Geologischen Gartens betrafen (Foto: K. Bär)

Tour 4

 

Diese Tour hatte ihren Schwerpunkt bei den Steinbergen mit ihren Blöcken als Lebensraum insbesondere für Pflanzen. Dietmar Teuber, der das Gebiet kartiert hat, Thilo zur Löwen von der AG Traiser Steinberg und Sabine Tinz von der Naturschutzgruppe Stadt Münzenberg e.V. führten die Gruppe. Dabei wurden auch die sonst wenig beachteten Moose und Flechten genauer betrachtet. Gerade die sogenannten Nabelflechten, die nur mit einer kleinen Ansatzstelle an Steinen ansitzen, sind etwas sehr besonderes. Während der Tour wurden auch Pflegemaßnahmen, die bereits erfolgt sind oder durchgeführt werden sollen besprochen.

Direkt am Ortsrand von Münzenberg führt bei der Tour zu den Pflanzen der Steinberge Sabine Tinz das Gebiet ein (Foto: B. Göttmann)
Die großen Blöcke am Münzenberger Steinberg besitzen einen vielfältigen Bewuchs, den Dietmar Teuber hier erläutert (Foto: B. Göttmann))
Hier im Bild sind es vor allem Krustenflechten, die das Gestein überziehen (Foto: B. Göttmann)
Von der Münzenburg aus war die Gruppe zu sehen, wie sie Richtung Traiser Steinberg ging (Foto: SPAU, L. Pistorius)
Thilo zur Löwen berichtet über die Entwicklung und durchgeführte Pflegemaßnahmen am Traiser Steinbergs (Foto: M. Barth)
Nabelflechten sind selten, wachsen sehr langsam und sind in trockenen Zustand sehr empfindlich, weil sie dann leicht zerbrechen (Foto: B. Göttmann)

Tour 5a und b

 

Die Tour 5 führte zu dem Basalt, der unter der Burg ansteht. Dank der Zustimmung der Eigentümerin des Geländes konnten zwei Gruppen unter Leitung von Andreas Rüb von der DVG diesen Bereich besuchen. Der Basalt ist säulig ausgebildet und wurde hier auch abgebaut. Die sehr unterschiedliche Ausrichtung der Säulen, die Masse an Basalt ohne Blasenhohlräume und Grenzen spricht für einen vulkanischen Schlot. Er liegt hier isoliert in nicht-vulkanischem Gestein und der obere Teil des vulkanischen Materials ist abgetragen, so dass wir nicht wissen, ob oben zum Beispiel Lavaströme ausgetreten sind. Solche sind in der Umgebung vorhanden.

Das Gelände unter der Burg ist ein privates Grundstück und durfte am Tag des Geotops ausnahmsweise betreten werden (Foto einer Vorexkursion; K. Bär)
Der Bereich mit Basalt  ist stark bewachsen und eine Übersicht ist schwierig zu bekommen (Foto: A. Maschke)
Unten sind die Klüfte sehr steil ausgerichtet und die Säulen stehen fast senkrecht (Foto: U. d'Amour)
Weiter oben liegen die Säulen dagegen relativ flach (Foto: W. Seim)
Die unterschiedliche Ausrichtung der Säulen wurde schon vor fast 200 Jahren in einer Zeichnung festgehalten (Foto: J. Schneider)
Die Säulen weisen viele Unregelmäßigkeiten auf und werden teilweise von Efeu überwachsen (foto: C. Kiesewetter)

 

Info Ende September 2025

Pressebericht zum Tag des Geotops

 

Foto für den Pressebericht: Gruppe bei den großen Blöcken am Münzenberger Steinberg (Foto: K. Bär)
Zweites Foto für den Pressebericht: Besuch im Ausstellungsraum des Geologischen Gartens (Foto: K.Bär)

Der Tag des Geotops in Münzenberg war mit über hundert Gästen gut besucht. 

Der Veranstaltungsraum im Burghotel bot einen guten Rahmen für die beiden interessanten Vorträge am Vormittag.

Es wurden am Nachmittag neun Touren mit insgesamt 180 Plätzen angeboten - entsprechend dem vorab veröffentlichten Detailprogramm (s.u. Info Anfang September).

Als "Geotop des Jahres" der Region sind nun die Gesteinsblöcke der Steinberge benannt.

Ein besonderes Ziel am Tag des Geotops war der Geologische Garten Münzenberg.

 

Für einen bebilderten Bericht fehlen uns noch ein paar Fotos zu manchen der Touren. In den nächsten Tagen sollen hier mehr Impressionen zum Tag des Geotops zu finden sein.

 

Für die Zeitungen haben wir inzwischen aber schon einen Berichtstext mit zwei Bildern erstellt und verschickt. 

Der Bericht kann hier heruntergeladen werden: Pressetext

 

 

 

Info Anfang September 2025

Tag des Geotops am 21.09.2025 in Münzenberg
Ankündigungs-Flyer: Am Tag des Geotops geht es zur Münzenburg und zum Münzenberger Blättersandstein

 

Der Tag des Geotops findet 2025 in Münzenberg statt.

 

Am dritten Sonntag im September gibt es wieder ein ganztägiges Programm zur regionalen Erdgeschichte. Rund um Münzenberg finden wir eine sehr vielfältige Geologie mit Gesteinen aus sehr alter und sehr junger Zeit. Wer weiß schon, dass die Burg Münzenberg, das "Wetterauer Tintenfass" auf einem Basaltschlot des Vogelsbergs steht? Oder wie man sich die Landschaft vor den Vulkanen vorstellen kann?

 

Zum Ankündigungsflyer geht es hier.

Inzwischen gibt es aber eine genaueren Planung!

Das Detailprogramm steht hier zum Download.

 

Am Vormittag wird es zwei Vorträge geben. Diese sind ohne Anmeldung.

 

Am Nachmittag finden verschiedene Exkursionen bzw. Führungen statt.

 

Geplante Themen der Touren sind:

- Blättersandstein, Gerölle und die Zeit vor den Vulkanen

- Die Ritter, die Bürger und die Steine

- Der Geologische Garten Münzenberg - Gesammelte Erdgeschichte

- Blütenpflanzen, Flechten und Moose am Traiser und Münzenberger Steinberg

- Der vulkanische Schlot unter der Burg

 

Die Touren sind mit etwa 1,5 Stunden angesetzt und werden überwiegend zweimal angeboten.

Für diese Touren ist eine Anmeldung nötig!

 

Nähere Informationen zu Zeiten und Startpunkten und zur Anmeldung gibt das Detailprogramm (siehe oben)

 

Aktuelle Infos dann weiterhin hier - oder per Mail!

 

Eine Info per Mail bekommen alle beim DVG-Mailverteiler angemeldeten Personen.

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Der Tag des Geotops am 21.09.2025 findet in Münzenberg statt

 

 

Ende Mai 2025

Exkursion Londorf

 

Bei der Exkursion nach Londorf ging es vorrangig um die dünnflüssigen Lavaströme, die dort vorkommen. Seit Jahrhunderten werden sie als gut bearbeitbarer "Lungstein" abgebaut. Den geologischen Rahmen hatte Dr. Manfred Kopp aufbereitet und stellte ihn zu Beginn der Exkursion vor. Danach wurden gemeinsam die Steinbrüche besucht, die sich am Hang nördlich Londorf entlangziehen. Hier waren viele interessante Strukturen zu entdecken. Diese werden als Kontektmenü bzw. beim Öffnen der Bilder kurz beschrieben (leider nicht auf allen Endgeräten).  

Exkursionsgruppe beim einführenden Vortrag
Wände eines historischen Steinbruchs
Basis eines Lavastroms mit Röhrenblasen
Aufwölbung eines Lavastroms mit Bildung schicht-ähnlicher Strukturen
Lavazungen mit herausgebrochenen Bereichen
 

 

 

Info Feb. 2025

Auch 2025 ...
Vulkanfest am 1. Mai mit DVG-Infostand
Der Hoherodskopf ist wieder Ziel vieler Besucherinnen und Besucher
Die Burg Münzenberg werden wir am Tag des Geotops näher sehen...

Auch dieses Jahr sind wir am 1. Mai beim Vulkanfest am Hoherodskopf mit dabei. Am DVG-Infostand kann jeder und jede auch ganz ohne Vorkenntnisse feststellen, welche zwei Steine im Memo-Spiel zusammengehören. Das schärft den Blick und viele Gäste finden auch auf Anhieb den Stein, der nicht dazu gehört, wenn sie unsere Sammlung regionaler Gesteine ansehen. Ansonsten gibt es Infos rund um das Vulkangebiet Vogelsberg und die Erdgeschichte der Region und natürlich viele weitere Angebote an den anderen Ständen - kulinarisch und inhaltlich. Wer den Geo-Teil des Infozentrums noch nicht kennt, hat an diesem Tag auch Gelegenheit zu einem Besuch dort.

Achtung: An diesem Tag sind die Parkplätze immer voll. Aber es gibt ja die Vulkanexpress-Busse, die aus verschiedenen Richtungen zum Hoherodskopf fahren! 

 

 

Ein Termin, den sich alle Erdgeschichts-Fans auch schon vormerken können, ist wieder der Tag des Geotops, der dieses Jahr am 21. September stattfindet. 

 

Wir sind 2025 in Münzenberg. Das Programm ist in Arbeit.

 

 

Nachtrag für 2024

Bezuschussung Felssicherung im Steinbruch Michelnau 
(Konzept und erste Maßnahmen)

 

Zum Jahreswechsel floss der Zuschuss der DVG Sektion Vogelsberg für Felssicherung im Steinbruch Michelnau. Nachdem die Stadt Nidda die Hälfte der Kosten zugesagt hatte und der Verein 1/3 übernehmen konnte, hatte die Sektion eine Zusage über den Restbetrag gegeben. Neben einem neu zu erstellenden Rahmenkonzept, wurde auch eine Prüfung aller Felswände durchgeführt und es wurden im Zuge der Prüfungen direkt auch schon erste Maßnahmen an den Wänden erledigt.

 

Das Video rechts zeigt, wie sich mit einfachem Werkzeug (Hammer) eine große Felsplatte aus der Wand lösen ließ. Die Platte, die zu Beginn des Videos unten liegt, wurde kurz vorher in ähnlicher Weise aus der Wand gelöst.

 

Dieser Bereich der hohen Wand war durch sich kreuzende Schnitte aufgefallen, bei denen nicht klar war, inwiefern noch eine ausreichende Verbindung nach hinten gegeben ist.

Veranstaltungen

Nächste Veranstaltungen:

09.​08.​2026 - Uhr bis Uhr

 

08.​09.​2026 bis 12.​09.​2026